T e i l 2 - 9/10
T e i l 2
Originelle Alternative
Was kommt nach dem Tod?
Warum setzte Netflix „OA“ ab ohne Not?
Wer bin ich und wenn ja, wieviele?
Beherrscht sonst noch eine Serie solche Themen und Stile?
Ist das originell und mutig oder prätentiös und schon über den Oktopus gesprungen?
Wieso hat das eine solche Anziehung, warum finde ich „OA“ unfassbar gelungen?
Gibt’s „OA“ nur einmal und geht’s in einer anderen Dimension weiter?
Wäre die Serie nicht noch viel höher gestiegen auf der kultigen Leiter?
Wieviele Versuche hat man, warum kommt mir das bekannt vor?
Ist das Ende nur noch genial oder ein unerlaubtes Handtor?
Bleibt „OA“ für immer ein Unikum und Faszinosum?
Machte man sich selbst das Leben schwer auf Grund seiner einzigartigen Verlosung?
Kann nicht immerhin ein Comic oder ein abschließender Film schaffen ein wenig Ende?
War auf satte fünf Staffeln nicht ausgelegt dieses abwechslungsreiche Gelände?
Egal wieviele Versionen, egal um wieviele Ecken,
in diesen Figuren und Geschichten konnte man seine eigenen Ängste und Schwächen entdecken.
Selten wusste ich weniger was als Nächstes geschieht, nur wenige Visionen betraten zuvor ein solches Gebiet.
Manchmal wirkt das wie eine Mischung aus „Maniac“ (Serie), „Cloud Atlas“ und Pina Bausch,
in seinen besten Momenten hatte mich dieser attraktive Engel gedrückt förmlich in einen Rausch.
Von Zeit und Raum, von Gut und von Böse, von Natur und vom Menschen,
in der Zusammengehörigkeit können Fans und Serie sich unendlich gut ergänzen.
Lustige Ausdruckstänze und mysteriöse Handyspiele,
Ideen schienen die Macher zu haben unendlich viele.
Ob alles wäre am Ende geworden rund und wir zufrieden?
Auf dieser Frage bleiben wir nun wohl bis ans Ende aller Tage neugierig liegen.
Fazit: nochmal eine deutliche Steigerung zur ersten Staffel und eine große Ladung schändlicher Bockmist, dass Netflix hier schon den Stecker gezogen hat. „The OA“ ist herrlich erfrischend, anders, eigenständig. Weitläufig und voller Konsequenzen. Ein echtes Netflix-Original, das Leute berührt und bewegt - auf das man hätte bauen müssen statt es voreilig einzureißen! (9/10)