SyFy bereitet mal wieder die Apokalypse vor und zwar so ungelenk, dass sich der deutsche Vertrieb dachte, wir verzichten auf eine halbwegs professionelle Synchro und vertonen das nach Feierabend mal eben selbst. Nur so lässt sich erklären, wie aus dem Namen Stella so etwas wie Schtella wird und sinnfreie Ausrufe wie „Bereut eure Seele!“ fallen. Manche Sätze sind aufgrund der katastrophalen Abmischung gar nicht erst zu verstehen.
In einer Bohrstation tauchen sie erstmalig auf: Dämonen aus der Hölle, die weltweit Millionen Menschen attackieren und eine Sonnenfinsternis einläuten. Jahre später droht sich das Szenario zu wiederholen, doch David und seine Familie versuchen die Brut zurück in die Hölle zu schicken…
Eigentlich liefern SyFy-Produktionen Trash mit einem brauchbaren Spannungsbogen, doch hier versagt die Dramaturgie auf nahezu ganzer Linie. Die Heldenfamilie klappert eine Station nach der anderen ab, um schließlich im Bohrturm zu landen und sich auf einen Gegenschlag vorzubereiten. Die austauschbaren Heldenfiguren kommen nur mäßig sympathisch rüber, werden mit einem dubiosen Unteroffizier konfrontiert und versuchen zwischenzeitlich mit verschiedenen Fahrzeugen von A nach B zu gelangen und den Monstern auszuweichen.
Das wirkt alles so beliebig und undurchdacht, was sich nicht zuletzt an den Kreaturen aus der Hölle offenbart, denn diese reichen von Dinovögeln über Tentakelwesen über Riesen-Alien bis hin zu Vierbeinern, die irgendeinem Teil von „Resident Evil“ entliehen sind. Dazu kommt eine Art prähistorischer Nacktbüffel, der zwischenzeitlich die Tür eines Bunkers aufzustoßen versucht, was zumindest den Trash-Faktor ankurbelt.
Die dazugehörigen CGI sind durchwachsen. Einige Massenszenen, wie etwa Vögel in Anflug auf Paris sehen gut aus, einzelne Viecher zwischen Stahlrohren oder in einer Wüstengegend kommen arg billig daher, was abgehackte Bewegungen deutlich untermauern.
Was ebenfalls fehlt, sind Auflockerungen oder zumindest der Versuch von leichtem Augenzwinkern. Die Chose nimmt sich komplett ernst, versucht jedoch auch nicht etwaige Hintergründe zu erläutern, weshalb Grundlagen der augenscheinlichen Apokalypse ausbleiben. Alle fünfzehn Jahre passiert halt so etwas und bei erfolgreichem Gegenschlag verschwinden die Biester oder entmaterialisieren sich schlichtweg.
Vom titelgebendem Tag der Abrechnung ist hier ergo wenig zu spüren, lediglich das konstant flotte Erzähltempo hält leidlich bei Laune, von spannenden Momenten ist man allerdings weit entfernt. Eine Handvoll Endzeitszenarien, der Score und die passable Sounduntermalung kaschieren noch ein wenig, doch die durchweg schwachen Mimen, die abartige Synchro und viele blödsinnige Dialoge vermiesen schließlich die brauchbaren Ansätze.
Wer die ansonsten oftmals charmant-billigen Monsterfilme von SyFy zu schätzen weiß, sollte an dieser Stelle aussetzen oder mit überaus niedrigen Erwartungen herangehen.
3,5 von 10