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Es wäre wohl falsch mit großen Erwartungen in einen Film zu gehen, von welchem man trotz der doch durchweg guten Besetzung noch nie etwas gehört hat. Somit war meine Erwartungshaltung was „No Good Deed“ betrifft nicht all zu hoch angesiedelt. Somit wurde ich, um dies vorab zu sagen, nicht wirklich enttäuscht.

Die Story ist recht einfach gestrickt und auch schnell erläutert: Als Cop und Hobby-Cellist Jack Friar (Samuel L. Jackson) kur vor Abreise zum jährlichen Musikseminar steht, lässt er sich dennoch dazu breitschlagen die Tochter seiner Nachbarin von Tür zu Tür zu suchen. Als er jedoch vor einer Villa in der Turk Street einer älteren Dame behilflich ist und diese ihn nach einem Tässchen Tee gar nicht mehr gehen lässt, wird er unfreiwillig Zeuge eines bereits sich im Gange befindenden Millionenraubs. Und die Drahtzieher dessen halten ihn ab sofort ihn der Villa fest. Jack hat jedoch in keinster Weise vor, aus reiner Nächstenliebe einen verfrühten Heldentod zu sterben. Von nun an nimmt alles seinen Lauf... um an dieser Stelle nicht weiter auf die Handlung einzugehen.

Man hätte wohl aus der Handlung bzw. der Idee, welche ja immerhin einer Kurzgeschichte von Dashiell Hammett zugrunde liegt, so einiges machen können. Dies hier war wohl einer der schlechteren Möglichkeiten das vorhandene Material zu verarbeiten. Der Film wirkt die ganze Zeit über, trotz seiner nur 90-minütigen Laufzeit, mehr als Langatmig und Storytechnisch einfach flach. Es gibt keinerlei Höhepunkte, allerdings auch so gut wie keine Tiefen. Er plätschert stets so vor sich hin.Es werden einige Witze gerissen, der Großteil davon wirkt jedoch ab spätestens der Hälfte ganz und gar nicht mehr lustig, zum Teil sogar eher peinlich.

Die Riege der Darsteller liest sich mit Namen wie z.B. Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) oder Milla Jovovich („Resident Evil“) eigentlich ganz gut. Jedoch liegt ersterer, wohl auch aufgrund der Rolle die er verkörpert Meilenweit von seinen Darbietungen in ein vielen Meisterwerken entfernt. Denn ausser rumsitzen und Auto zu fahren wurde ihm hierbei nicht recht viel an Handlung zu Teil. Und auch Milla Jovovich wirkt in ihrer Rolle ein klein wenig Unglaubhaft. Man muss ihr jedoch zugute halten, dass ihre doch sehr erotische Ausstrahlung und einige Dialoge, um es mal so zu nennen, mit Samuel L. Jackson den Film doch zumindest rein optisch ansehnlich machen. Dies natürlich nur, vorausgesetzt man bezieht dies in ein Urteil des Filmes mit ein.Der Rest der Darsteller trägt entweder zur Langeweile oder zu ungewolltem Humor bei, ist jedoch in keinster Weise dabei behilflich diesen Streifen zumindest etwas spannender zu gestalten.

Man kann „No good Deed“ nicht wirklich als schlechten Film bezeichnen, jedoch mangelt es ihm doch deutlich an Einfallsreichtum und an originellen oder zumindest guten Ideen. Vielleicht liegt es auch daran dass die filmische Umsetzung eines inwzischen weit mehr als ein Jahrzehnt altes literarisches Werk einfach zu nah beisammen liegt. Die Story ist recht vorhersehbar, trotz der eigentlich gewollten Verwirrung wer nun mit dem die vielen Dollars abstauben soll. Das Finale ist jedoch die Krönung des ohnehin schon vorhandenen Primitivismus.

Alles in allem das Werk „No good Deed“ von Regisseur Bob Rafelson gerade noch so als durchschnittlich zu bezeichnen. Er kann aus keinem Gesichtspunkt aus überzeugen, weder durch einen gute Handlung, noch durch in diesem Fall gute Darsteller. Spannung sucht man vergebens, daher gerade noch so als Zeitvertreib geeignet.

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