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In einem kleinen mexikanischen Grenzstädtchen gehen Gerüchte über einen Mariachi-Sänger von roboster Statur mit einem Gitarrenkoffer voller Waffen um. Schuld an diesen Gerüchten ist ein Mann, der die Stammkneipe betrat und von einem Massaker in der Nachbarstadt, dass dieser Mariachi anrichtete, erzählte. Und mit dieser kleinen Geschichte, von der Steve Buscemi wunderbar unterhaltsam berichtet, beginnt der Film.

Tatsächlich macht der Mariachi in der Stadt halt. Sein Ziel ist es, den Drogenbaron Bucho zu finden, um Vergeltung an den Tod seiner Freundin zu üben. Das reicht auch schon, um den Inhalt größtenteils wiederzugeben, denn man wird hier nur mit einer simplen "Rache-Story" bedient, welche meiner Meinung nach wohl den größten oder vielleicht sogar einzigen Schwachpunkt darstellt. Wenn man alles auf den Kern reduziert, kann man gar nicht so lange zurückdenken, seit wann es so einen Plot schon gibt.
Aber wie gesagt ist das aus meiner Sicht das einzige Manko.
Das mexikanische Flair kommt mit Hilfe der Location, der Schauspieler und vor allem auch der lateinamerikanischen Musikuntermalung perfekt rüber.

Neben der Atmosphäre sind die Shoot-Outs ebenfalls sehr gelungen, dessen Markenzeichen schöne Choreographien und Einfallsreichtum sind.
Außerdem ist der Streifen im typischen Rodriguez-Stil zu bewundern, welcher ja sehr Tarantinos Stil ähnelt. Dieser ist übrigens auch in einer kleinen Nebenrolle zu sehen, wie er gerade eine nette lustige Geschichte über "menschliche Stoffwechselendprodukte" erzählt. Weiter ins Detail brauche ich wohl nicht gehen...
Ansonsten kennt man bei den Nebendarstellern auch viele Gesichter bereits aus anderen Rodriguez-Filmen wie beispielsweise dem bekannten "From Dusk Till Dawn".
Antonio Banderas passt die Rolle des Mariachi wie angegossen. Nicht nur während der Schießereien, sondern eigentlich im ganzen Film hat er ein absolut cooles Auftreten.
Latinoschönheit Salma Hayek an Banderas Seite komplettiert ein perfekt zusammen passendes Paar. Für Hayek-Fans ist dieser Film hier sowieso ein Muss, da sie sich hier überraschend freizügig zeigt.

Insgesamt gesehen kann ich an "Desperado" wirklich nicht viel aussetzen. Außer der Story ist eigentlich alles hervorragend gemacht - seien es die Atmosphäre, die Shoot-Outs oder einige kultverdächtige Dialoge. Wirklich abwechslungsreiche mexikanische Action, die einem hier geboten wird!

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