iHaveCNit: The Lego Batman Movie (2017)
LEGO ist wohl das mitunter universellste und erfolgreichste Spielzeug unserer Zeit und überdauert schon mehrere Jahrzehnte. Der Däne Ole Kirk Christiansen hat das größte Spielzeugimperium geschaffen und wird wohl nicht mit dem Erfolg gerechnet haben. 2014 haben Chris Lord und Phil Miller mit „The Lego Movie“ einen Überraschungshit im Animationsfilmbereich geschaffen und einen tollen eigenständigen Film geschaffen, der eine schöne Story hatte und dem Spielzeug größten Respekt zollt. Nun bekommt Batman, der ebenfalls als Nebencharakter einen Auftritt im Lego Movie hatte, einen eigenen Film. Ich liebe Batman und ich habe früher gerne mit Lego gespielt. Somit war auch „The Lego Batman Movie“ für mich Pflicht.
Batmans größter Gegner Joker bekommt von Batman nicht den notwendigen Respekt. Da heckt Joker einen extremen Plan aus, endlich von Batman als größter Gegner wahrgenommen zu werden. Batman muss sich doch nicht nur mit Joker auseinandersetzen, er hat auch aus versehen den jungen Dick Grayson adoptiert und hat ein Problem damit, dass nun Jim Gordons Tochter Barbara als Commissioner ernannt worden ist und die Zusammenarbeit mit Batman forcieren will.
Ich komme nicht drumherum zu sagen, dass wir mit „The Lego Batman Movie“ einen der besten „Batman“-Filme bekommen haben. Der Film ist so voll von unzähligen Referenzen an alles an Batman, dem DC-Universum und der allgemeinen Popkultur, so dass jeder Joke sitzt und quasi genug Generationen anspricht. Hier hat man die Figur von Batman so gut verstanden und geht absolut respektvoll mit dem Thema um. Das was Deadpool letztes Jahr gemacht hat, wird in diesem Film unglaublich kreativ und clever auf die Spitze getrieben. Jokes im Minuten, vielleicht sogar Sekundentakt, die auf mehreren Ebenen funktionieren. Eine tolle Geschichte bekommen wir auch serviert, die interessante Ansätze bietet und hin und her springt, so dass sie ständig im Fluß ist. Und die Animationen sehen wundervoll aus und bieten einen enormen Detailreichtum. Ob es jetzt in der deutschen Fassung gelungen ist, einen Youtuber und einen Comedian zu verpflichten, ist letztendlich Geschmackssache. Ich habe mir nichts drauß gemacht, dass Erik Range „Gronkh“ den Joker und Luke Mockridge den Robin eingesprochen haben, denn was die anderen Charaktere angeht wurden selbst für kleinste Cameos bekannte Original-Synchronsprecher aus den Filmen verpflichtet. Das gibt dem ganzen einen runden Wiedererkennungswert.
Der Film ist unterhaltsam, richtig witzig und eine intelligente und kreative Liebeserklärung an Lego und natürlich Batman.
„The Lego Batman Movie“ - My First Look – 9/10 Punkte.