Hand of Death" ist einer der besten Kung Fu-Filme seiner Zeit. Ungewöhnlich ist, daß der Film keine komischen Elemente enthält. Zeitlupeneinstellungen und die Idee der Männerfreundschaft als dramaturgisches Mittel gibt es schon in diesem Frühwerk Woos. Abwertend wirkt sich das etwas hölzerne Spiel Jackie Chans aus, der eben nicht für ernste Rollen gemacht ist. Eine Sexszene (für Woo-Filme unüblich), eine größere Nebenrolle Woos und der Umstand, daß dieser Film die einzige Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und John Woo* ist, machen den Film zu einem besonderen Werk in Woos Filmographie. Die von Samo Hung gekonnt inszenierten Kämpfe und filmkünstlerische Ansätze in einem Kung Fu-Film der 70er machen den Film insgesamt sehenswert. "Hand of Death" hebt sich deutlich aus der breiten Masse der HK-Produktionen seiner Zeit heraus - erstens durch relative Qualität und zweitens durch HK-kinohistorische Besonderheiten.
* Zumindest die einzige vor der Kamera sichtbare. 1973 hatte Chan bereits die Kämpfe in Woos Debutwerk "The Young Dragons" choreographiert.