Review

Die Produktionsschmiede „The Asylum“ ist nicht gerade für familientaugliche Werke bekannt, denn vielmehr tummeln sich da in den letzten Jahren mehrerlei Arten mutierter Haie.
Regisseur Mark Adkins, der sich bislang ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckerte, versucht sich an einem Dinosaurierfilm, bei dem einzig die Sounduntermalung des Baby-Dinosauriers Charme versprüht.

Der zwölfjährige Tommy forscht für ein Wissenschaftsprojekt an seiner Schule, um den ersten Preis einer Stiftung einzuheimsen. Bei seinen heimischen Experimenten schlüpft tatsächlich ein Dinosaurier, doch dann büchst Tommys neuer Freund aus, während Regierungsbeamte die Jagd eröffnen…

Bis Spike, der kleine Dinosaurier aus dem Ei schlüpft, werden die wesentlichen Figuren eingeführt, wobei nicht an Klischees gespart wird. Tommy ist ein Nerd, der mit mehr Fachbegriffen um sich wirft als ein Genetiker, sein vermeintlicher Kamerad entpuppt sich rasch als hinterhältig und egozentrisch, während der Chef der Stiftung von vornherein mit falschen Karten spielt und Tommys kleine Freundin ein Geheimnis zu hüten scheint.
Von Herzen sympathisch erscheint hier niemand.

Umso wichtiger ist es, durch den Dino zumindest ein wenig Interesse am Geschehen zu gewinnen. Dieser ist teilweise animiert, was bei schnellen Bewegungen über großflächige Kulissen wie ein Schulgebäude nicht sonderlich gut aussieht. Nahaufnahmen, bei denen mit einer Nachbildung aus Latex gearbeitet wurde, kommen da deutlich besser rüber, während die Verständigung zwischen Tommy und Spike zu den wenigen charmanten Einlagen zählt.

Obgleich es im Grunde nie langweilig wird, will der Funke zu keiner Zeit überspringen, zumal es kaum Aufheiterungen oder gar gezielte Gags gibt. Im letzten Drittel wird das Tempo zwar merklich angezogen und es steigt ein Wettlauf gegen die Zeit, der entfernt an „ET – Der Außerirdische“ angelehnt ist, doch bis auf zwei, drei kurze emotionale Momente kann man letztlich nicht viel mitnehmen.

Das gilt auch für die Zielgruppe der jüngeren Zuschauer, welche definitiv ein ausgeprägtes Faible für niedliche Dinosaurier mitbringen sollten, um am Ball zu bleiben. Vermittelt wird hier herzlich wenig, spannend gestaltet sich die Chose erst im finalen Akt und neben der überaus schwachen Synchro enttäuschen die Darsteller mit durchweg schwachen Leistungen.
Im Bereich der Dinosaurierfilme für Kinder keine wirkliche Empfehlung.
4 von 10

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