Review

Kriminelle Elemente unter Führung eines größenwahnsinnigen Oberst überwältigen die Besatzung eines russischen Atom-U-Bootes, um in Besitz einer an Bord befindlichen Nuklearwaffe zu gelangen. Wer sich einen Fred Olen Ray Film, obwohl er sich hier wieder unter Ed Raymond pseudonomiert, ansieht sollte wissen worauf er sich einläßt. Kohle für irgendwelche Effekte sind eh nie vorhanden, aber immerhin er zieht seine Nummer durch, muß man fast schon bewundern. Zweites Kennzeichen ist generell die tonnenweise Verwendung von Stock Footage, alles was in Crash Dive nicht in Innenräume gedreht wurde, stammt entweder aus anderen Filmen oder aus Werbespots der US-Army.
Diesmal müssen also die Amis den Russkis aus der Patsche helfen, weil die halt auf ihr neuestes U-Boot nicht gescheit aufpassen, obwohl die Entführung als halbwegs realistisch gesehen kann, spätestens aber danach geht der Story jede Logik oder Realismus flöten. Da wird mit instabilen Raketen um sich geworfen, das östliche Mittelmeer evtl genuket werden oder man operiert sich eine Kugel mit einem Korkenzieher Marke 1854 raus. Also besser Hirn ausschalten um mögliche Folgeschäden zu verhindern.
Der Rest ist nämlich gar nicht so übel, Crash Dive ist erfreulich kurzweilig, die üblichen Gefühlsduseleien wie in B-Actionern sonst üblich werden auf ein Minimum reduziert und auch der Tod des Bruders des Helden dient erfreulicher Weise dazu später eine codierte Nachricht zu erstellen. Die Darsteller sind größtenteils ebenfalls brauchbar, selbst Dudikoff kommt ganz sympatisch rüber, auch wenn er nie in Verdacht geraten wird eine Vitrine für seine Oscar Sammlung bauen zu müssen. Am besten kommt eigentlich noch Deutsch-Export Hannes Jaenike rüber (schlimm genug).
Für einmal anschauen taugt der Film allemal, im DVD Schrank muß ich ihn jetzt nicht unbedingt haben, aber es gibt viele schlimmere Filme, die meisten von Olen Ray selber.
4,5/10

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