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Ein Gangsterboss entführt den Sohn eines Kleinkriminellen, damit dieser seinen Freund, ein Auftragskiller namens Savitch, ausliefert, doch Savitch stellt sich nicht wehrlos und so kommt es zu Gefechten mit der Gangsterbande und seinem alten Kumpel.

"Lethal Force" ist ein günstig inszeniertes Filmchen, das sein Hauptaugenmerk auf skurrile Figuren und vor allem Action- und Kampfszenen legt.
Dem entsprechend knapp ist die Story ausgefallen und oben ist bereits das Wichtigste beschrieben. Die Figuren bleiben oberflächlich und nur wenigen wird minimale Tiefe zu Teil. Die Hauptfigur dürfte wohl Jack sein, dessen Sohn entführt wird, damit er den Kontakt zu seinem Kumpel Savitch herstellt und ihn an den Gangsterboss ausliefert, der seit einem Treffen am Postkasten wegen dem Auftragskiller im Rollstuhl sitzt. Recht ulkig ist die Tatsache, dass Jacks Frau vom Boss als Beweis für seine Skrupellosigkeit einfach vor dessen Augen erschossen wird und Jack das irgendwie garnicht kratzt, sondern nur um das Leben seines Sohnes besorgt ist.
Auf die Beziehung zwischen Jack und Savitch wird ebenfalls nur oberflächlich eingegangen. So gibt es, wenn sich die beiden als Feinde gegenüberstehen, einen Rückblick auf vergangene Zeiten, in denen sie gemeinsam unter anderem im Vietnamkrieg mit einer Zigarre im Mund ein paar Schlitzaugen niedergemäht haben und das Ganze wird mit rührseliger Musik untermalt.
Verhältnismäßig gut umgesetzt wurden die zahlreichen Kampfeinlagen. So darf sich Savitch gegen eine Vielzahl von Anhängern des Gangsterbosses zur Wehr setzen, wobei diese zum Großteil aus weißmaskierten Anzugträgern bestehen. Hierbei werden recht ansehnliche Körpereinsätze gezeigt, die durch die gelungene Schnitttechnik und Kameraführung noch besser zur Geltung kommen.
Auch die Musik kann sich hören lassen, wobei ich bei deren Einsetzen des Öfteren einen Mortal Combat Schrei vermisst habe, denn vom Rhythmus ist der Anfang dieser Melodie sehr ähnlich.
Im Finale, wenn Savitch in Gefangenschaft gerät, wird es dann ziemlich blutig, wobei hier der Spaßfaktor im Vordergrund steht. So wird Savitch mit Messern und einer Bohrmaschine bearbeitet und bald kommt es zum finalen Duell mit seinem Freund Jack.
Das Ende verspricht dann "to be continued in: Lethal Force Part 2: Savitch strikes back", wobei meines Wissens bisher keine solche Fortsetzung seinen Weg auf irgendeinen Bildschirm gefunden hat.
Was wirklich schlecht an "Lethal Force" ist, sind zweifelsohne die Leistungen der Darsteller. Überzeugen kann hinsichtlich der Schauspielerei keiner der Mimen. Viele der Nebenfiguren definieren sich dann auch lediglich über ihre Outfits anstatt durch Charakterzüge.
Ein weiteres Problem des Films ist, dass er zwar bemüht ist, lustig zu sein, doch die meisten Gags funktionieren einfach nicht, da sie zu gewollt sind. So sind vor allem in der ersten Hälfte einige Längen auszumachen und zwar immer dann wenn nicht gekämpft wird. Das abgefahrene, blutige und witzige Finale holt aber wieder einiges raus.

Insgesamt ist "Lethal Force" ein sichtlich trashbemühter Streifen, wobei so richtig nur die Actionszenen und das Ende zu unterhalten wissen und dazwischen viel Leerlauf herrscht.

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