Review

Dschungelfieberkrieger


Weiter geht’s durch den Dschungel an B-Actionern mit Scott Adkins - denn satt bin ich noch lange nicht! Dieses Mal geht es wahrhaftig in den Dschungel, nämlich nach Indochina des Jahres 1959, wo wir einem Ex-Militär und Knasti folgen, der sich mit fingierten Faustkämpfen im Matsch und ohne wirkliche Regeln über Wasser hält und mit miesen Gangstern abgibt. Doch als diese einen guten Schritt zu weit gehen und persönlich werden, haben sie gefühlt die Rache des Teufels persönlich auf sich gezogen...

+ das Dschungelsetting wirkt echt und hochwertig, selbst wenn man ihm die Jahreszahl nie abkauft 
+ der Gewaltgrad und Bodycount sind massiv und beeindruckend, erbarmungslos, Rambo-like 
+ die Bösewichte sind genauso wie die Dialoge super flach, übertrieben und unterhaltsam 
+ der witzig-schlechteste irische Akzent aller Zeiten?! 
+ der letzte Fight gegen Rastignac hat es in sich, inklusive einem höllischen WTF?!-Ende
+ die Atmo ist durchaus schwitzig, heiss und dreckig 
+ es werden wenig bis gar keine Minuten verschwendet (auch nicht mit Charakteraufbau oder sinnvollen Gesprächen)
+ kann man gut nebenbei laufen lassen 
+ die „Avengers“-ähnliche Before-Credit Scene setzt der (meist positiv gemeinten) Lächerlichkeit die Krone auf 
+ früher hätte Van Damme sowas gemacht, heute halt Adkins
+ Gedanken an alte Videothekenkracher von Cannon und Co. werden wach
+ der Trashfaktor ist stark in dem hier
+ hier darf der Off-Erzähler sogar weitererzählen, wenn er ins Gras gebissen hat :D

All das haben diese 90 fetzigen Minuten in der grünen Hölle Positives an sich. Weniger gefallen haben mir der äußerst blasse und nichtssagende Held, die ein oder andere statischere Kampfszene zu Beginn, die Bierdeckel-Geschichte und die fehlende Verbundenheit zu dieser und allen kaum skizzierten Figuren. Aber all das ist ja auch nichts wirklich Neues bei Scott Adkins, oder?! Spaß und Kurzweile sind hier auf jeden Fall am Start, das Ding fetzt ziemlich rigoros alles und jeden um, der sich hier in den Weg stellt. 

Fazit: eine köstlich trashige, extrem blutige, total in den 90ern hängen gebliebene Mischung aus „In Hell“ und „Rambo II“. Das mag Mann, das kennt man, das geht leicht runter. Ein B-Movie mit voller Inbrunst. Gibt bessere von Adkins/Johnson, aber auch viele wesentlich schlechtere. Für die Fans ein schmackhaft-schwitziger Snack für zwischendurch. Von wegen „They don't make 'em like this anymore!“. 

Details
Ähnliche Filme