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iHaveCNit: (Straight To Home Cinema): Ingrid Goes West (Deutsches Veröffentlichungsdatum: 20.04.2018 / First Look: 2018)

Ein Film, dessen Thema sich für mich bereits interessant angehört hat, ist „Ingrid Goes West“. Ich hatte diesen Film schon sehr lange auf meiner Liste – umso cooler war dann die Veröffentlichung vor ein paar Tagen und die Sichtung liegt nun seit gestern hinter mir. Matt Spicers Film, in dem unter anderem Aubrey Plaza, Elizabeth Olsen, O´Shea Jackson Jr., Pom Klementieff und diverse andere mitspielen und Aubrey Plaza sogar mit produziert hat, ist eine interessante Momentaufnahme und Charakterstudie, die sich mit sozialen Netzwerken und ihren Folgen auseinandersetzt.

Wir begleiten Ingrid Thorburn, die nach dem Tod Ihrer Mutter vollständig allein und zurückgezogen lebt. Der einzige Lebensinhalt dieser psychisch labilen jungen Frau sind die sozialen Netzwerke auf ihrem Smartphone, allen voran „Instagram“. Sie verliert sich somit im Leben von anderen nahezu perfekten „Influencern“ und nimmt jedes Mittel in Kauf, diesen so nah wie möglich zu sein. So hat sie sich die „Influencerin“ Taylor Sloane aus Venice Beach ausgesucht um ein Teil ihres Lebens zu werden.

Der Film hat mir relativ gut gefallen. Allen voran ist es Aubrey Plazas Perfomance in der Hauptrolle der Ingrid Thorburn, die den Film eigentlich alleine trägt. Der Film schafft es dabei, ihren sehr fein ausgearbeiteten Charakter einer obsessiven und psychisch kranken onlinesüchtigen Frau trotz dem sehr grenzwertigen Stalking und fast kriminellen Eindringens in die Privatsphäre anderer Personen eine grundsätzliche Sympathie für sie und ihr Handeln zu wecken. Sogar so sehr, dass die „eigentlich Normalen“ in dieser Geschichte wie unverständnisvolle Unsympathen dargestellt werden und bei mir auch so angekommen sind. Der Film zeigt darüber hinaus natürlich auch mit gewissem Tiefgang die Folgen der Obsession und der Perversion von Sozialen Netzwerken wie „Instagram“, was an sich ganz interessant ist, auch wenn der Film hier keine direkten Lösungsansätze dagegen liefert und auch der Film nicht ganz wie eine Satire oder Schwarze Komödie rüber kommt, denn hier hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

„Ingrid Goes West“ - My First Look – 7/10 Punkte.

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