Review

iHaveCNit: Logan (2017)

Hugh Jackman – der Australier gehört definitiv zu meinen Lieblingsschauspielern, unabhängig davon, ob er in Prisoners, Prestige, Password Swordfish und vielen anderen Filmen mitgespielt hat. Jedoch bleibt eine Rolle unzertrennlich mit ihm verbunden – Er ist Wolverine, er ist James Howlett, er ist Logan – und die perfekte Besetzung.Er ist die Ikone, die Legende ohne die kein X-Men-Film bis heute ausgekommen ist. (selbst in Rückblenden, Montagen oder Referenzen) Nun ist nach 17 Jahren Schluss und Zeit, die Adamantium-Klingen an den Nagel zu hängen. „Logan“ soll der krönende Abschluss seiner Zeit als Wolverine sein. Und James Mangold, Regisseur des zweiten Teils „The Wolverine“ darf hier nun die Story, das Drehbuch und die komplette Inszenierung übernehmen.

Wir schreiben das Jahr 2029.Natürliche Mutanten sind weitgehend ausgerottet. Der von der Zeit gezeichnete Logan verdingt sich als Limousinenfahrer und pflegt in völliger Abgeschiedenheit den an Demenz erkrankten Charles X Xavier. Als eines Tages ein junges, schweigsames Mädchen namens Laura in sein Leben tritt und unheilvolle Gestalten hinter dem Mädchen her sind, nehmen Logan und Charles den beschwerlichen und harten Weg vor, das kleine Mädchen zu beschützen und an einen besseren Ort zu bringen.

Da man bei der X-Men-Reihe scheinbar von Beginn an immer nur von Film zu Film geplant hat, kann man damit in der Gesamtheit bestehende Kontinuitätsprobleme erklären und verschmerzen. Wo und in welcher Zeitline nun „Logan“ spielt, kann jeder selbst entschlüsseln und entscheiden. In der X-Men-Reihe markiert die Trilogie um Wolverine einen konstanten Aufwärtstrend. Der Erste war wirklich schlecht, der Zweite war schon ein bisschen besser als sein Vorgänger, doch der Dritte ist das Magnum Opus seiner Trilogie und ein würdiger Abschied vom klingenbewehrten, mit Aggressionsproblemen kämpfenden Selbstheilungsexperten. Schön, dass man James Mangold extrem viel kreative Freiheiten gegeben hat. Seine Erfahrungen als Independentfilmer und Westernregisseur von z.B. „Todeszug nach Yuma“ zahlen sich hier vollends aus. Wir bekommen hier eine der innovativsten Herangehensweisen an einen Superheldenfilm überhaupt. Eine perfekte Mischung aus Charakterstudie und Roadtrip, die fast wie ein moderner Western a´la „Hell or High Water“ rüberkommt. Wie es sich für diesen Hybriden aus Roadtrip und Charakterdrama gehört, wird über kleinste, reduzierte Momente durch Schauspiel und sehr ruhiger Inszenierung eine perfekte emotionale Tiefe geschaffen, die in der endgültigen Konsequenz des überraschenden Handlungsverlaufs, über den ich keine Worte verlieren möchte, sich mit voller Härte entlädt, genau wie die extrem drastischen Gewaltexzesse, die endlich den Wolverine präsentieren, den wir schon seit 2000 erwartet haben. Der Film ist richtig hart, brutal und hoffnungslos mit nur geringem Anteil an Licht am Ende des Tunnels. Natürlich ist das klassische Problem von Roadtrips, dass es durchaus zu Hängern kommt, die dem Film jedoch nicht wirklich negativ beeinflussen. Die Action selbst ist hin und wieder jedoch ein wenig unübersichtlich gewesen. Alles in Allem kann ich nur sagen, dass ich Hugh Jackman und auch Patrick Stewart dafür danke, Wolverine bzw. Charles X Xavier ein immer bleibendes Gesicht verliehen zu haben. Charles X Xavier hat mit James McAvoy durch die neue Zeitlinie einen tollen Ersatz bekommen. Wolverine selbst sollte nun vollends als Hugh Jackmans Charakter in die Filmgeschichte eingehen und keinen neuen Darsteller bekommen. Richtig positiv war hier auch Dafne Keen als junge Laura, die mit ihrem reduzierten Schauspiel trotz gelegentlicher Gewaltexzesse eine tolle Addition im Film gewesen ist.

Spannend, dramatisch, mit genug Raum zur Entfaltung seiner Charaktere und der entsprechenden Emotionen und absolut konsequent wird „Logan“ zu einem der besten Filme des X-Men-Franchises.- und ein würdiger Abschluss und Abschied für Hugh Jackman.

„Logan“ - My First Look – 9/10 Punkte

Details
Ähnliche Filme