Alle Kurzkommentare


7

Inhaltlich ein guter Film: Superhelden im Alter, Wunsch nach Tod und Erlösung. Fast noch besser als Logan erscheint der greise Professor Xavier, der seine Kräfte nicht mehr kontrollieren kann und Opfer seines eigenen Gehirns wird. Beeindruckende Performance von Patrick Stewart. Dass dies auch Xaviers Abschiedsvorstellung ist, ist irgendwie etwas untergegangen. Inszenatorisch ist der Film zwar ok, aber ich hätte mir doch etwas mehr erwartet. Fast alle Actionszenen finden in der Abgeschiedenheit statt, auch etwas mehr Emotionalität oder inszenatorische Rafinesse hätte ich mir gewünscht. So blieben alle Trailer dann doch verheissungsvoller als das Endprodukt. In Sachen Härte toppt der Film alle Vorgänger! Warum es dann doch zur FSK16-Freigabe kam, bleibt ein Rätsel, die Metzelszenen sind ultrabrutal. Insgesamt war der Film gut, allerdings hinter meinen Erwartungen. Etwas mehr Tempo, Rafinesse und emotionale Tiefe haben gefehlt.

3

Hugh Jackman hat immer größere Mühen, sich den Sixpack anzutrainieren, und erkrankt immer wieder an Hautkrebs - Zeit also die Adamantiumkrallen an den Nagel zu hängen. Das Ende einer Ära... doch was für ein Unrühmliches! Schon wieder wird ein Wolverine-Solo-Abenteuer massiv von unnötigen Problemen geplagt. Dass Wolvie nun älter, grauer, langsamer und verwundbarer daherkommt, damit kann man noch leben, weil er somit dem klassischen Bild vom geprügelten, aber unkaputtbaren Action-Haudegen entspricht. Aber dass ein Professor X zum Pflegefall gemacht wird und der gesamte Film in einer nahezu Mutanten-freien Welt spielt und derart deprimierende Töne anschlägt, das ist schon ein Schlag in die Magengrube. Ein nerviges Lolita-Wundergirl rückt in den Fokus! Und das R-Rating ist angesichts des wenigen Geschnetzels ein Witz!

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