Ich bin von der Serie doch einigermaßen enttäuscht und die Befürchtungen, die ich aufgrund anderer Rezensionen hegte, wurden leider zum Knackpunkt für mich.
Ja, natürlich, es ist tatsächlich mal ein neuer Wind im SF Genre, aber das Balancing stimmt meinr Meinung nach überhaupt nicht. Es kann nicht sein, daß sich fast jeder besuchte Planet vom Stil her in der Zeit des Wilden Westens befindet.
Es ist ja beachtenswert, daß sich mal jemand an etwas Neues herangetraut hat, aber der starke Überhang der Western-Elemente stört mich sehr.
Immer wenn ich die nächste Episode der ersten Staffel startete, sah ich wieder nur Westernstädte und Cowboys und das kann´s einfach nicht sein.
Auch die Countrymusik wäre okay, wenn sie etwas zurückhaltender eingebracht worden wäre. Aber da sieht man das schön gemachte Schiff der Firefly-Klasse durch das Weltall schweben und dazu ertönen dann Westerngitarren? Also bitte. Da kann man manchmal wirklich denken, daß man zum Film den Ton von einem anderen Kanal empfängt.
Die Idee des Han Solo und vor allem auch die Mischung der Crew, in die man sich sofort verlieben kann ist großartig, aber zuletzt bekam ich den Eindruck daß es sich statt um Han Solo eher um eine John Wayne Rolle handelte.
Auch die Handlung zB der 4.Episode DasDuell war wirklich einschläfernd, ewig lange Dialoge in einem barocken Tanzsaal, die schließlich nach einer Ehrverletzung in einem klassischen Schwertduell endet, ganz wie man es aus Die drei Musketiere in Erinnerung hat. Auch hier mehr Western als SF. Ohnehin gewinnt man den Eindruck, daß die SF Elemente bei dieser Art Handlung total unnötig sind.
Schade um die hochsymphatische Crew und das aus meiner Sicht Riesenpotential.
Ich möchte trotzdem empfehlen, sich an die Serie heranzutrauen. Entweder man liebt sie oder man schüttelt den Kopf. Eines kann man aber auf keinen Fall sagen: Das es totaler Schrott ist.
Schauspieler, Effekte, Einfallsreichtum und auch der Humor sind sehenswert.
Daher von mir immerhin noch 6 Punkte. Sehr schade.