Open Water, ein Film der seinerzeit wieder mal Welten gespalten hat.
Sagten die einen "Grauenvolle Vorstellung auf dem offenen Wasser! Ultraspannend!".
Sagten die anderen wieder "Boooaaah, war der langweilig, da passiert ja gar nichts!".
Von solchen Filmen muss sich jeder ein eigenes Bild machen, da nützt Schönreden nichts.
Entweder man fühlt mit dieser Hilflosigkeit mit und weiß das keine CGI Explosionen kommen, oder man lässt es.
Ich persönlich bin Fan solcher Filme, fand aber dennoch, dass sowohl Teil 1 wie auch Teil 2 einfach ein bißchen zu wenig Benzin im Motor hatten. Soll soviel heißen wie, es hätte mehr drin sein können!
Um so mehr war ich erfreut, als ein 3. Teil angekündigt wurde, in dem diesmal tatsächlich Haie im Vordergrund stehen. Das war eigentlich genau das was ich mir von einem Open Water immer gewünscht habe. Die kleinen Babys aus Teil 1 können wir ja keine gefährlichen Haie nennen..
Blieb nur noch eine letzte Frage.. wird das ganze spannend und ansehnlich umgesetzt oder bekommen wir die Sharknado-Haie frisch aus dem Asylum-Rechner?
Die Haie aus dem Asylum-Rechner bekommen wir nicht!. Aber wir bekommen auch leider kaum Spannung.
Große Ansprüche an die Darsteller darf man schon gar nicht haben in solchen Filmen.
Die erfüllen gerade so ihren Job, stehen aber auch schon hart an der Grenze, vom Zuschauer gehasst zu werden.
Hatte ich erwähnt das dass ganze im Found Footage-Stil gefilmt ist?
Ja meine Damen und Herren, entweder kommt man mit diesem Stil klar oder nicht. Es gibt Filme wie Blair Witch & Cloverfield wo diese Perspektive sehr gut ankommt, und dann gibts Open Water und unzählige andere wo das so gar keinen Spaß macht.
Die Kamera schwenkt wie auch in unzähligen anderen Filmen immer dahin wo man kaum Interesse fürs Geschehen entwickeln kann.
Sie hält selten auf die Haie, die recht kurze Auftritte haben.
Wird es spannend, filmt die Kamera lieber in den trostlosen Himmel oder verpixelt.
Wie gesagt sind die Haiauftritte rar, die Darsteller dafür umso nerviger.
Wer The Reef gesehen hat, weiß das dass "offen auf dem Wasser" Thema auch spannend und ansehnlich umgesetzt werden kann. Aber Open Water 3 gibt sich da kaum Mühe. Dabei war die Idee gar nicht mal so schlecht. Aber es wirkte wie alles schon mal BESSER gesehen. Das große angepriesene "Käfigtauchen" spielt auch grade mal 10 Minuten eine Rolle.
Bleibt nicht viel zu sagen ausser: Statt weiteren Open Waters, sollte man lieber Closed Waters gelten lassen. Die Hoffnung für Dezember bleibt "47 Meters down" der sicher mehr als Open Water überzeugen wird.