Mit lächerlichen 7000$ Budget gelang es Robert Rodriguez, mit "El Mariachi" nicht nur einen kleinen Mythos um einen namenlosen aber wehrhaften Gitarrenspieler zu begründen, sondern auch einen für die Verhältnisse verblüffend professionell erscheinenden Actionfilm zu schaffen. "El Mariachi", von Hollywood im Jahre 1995 schließlich mit Antonio Banderas und Salma Hayek neu verfilmt (Regie erneut R. Rodriguez), punktet neben seinen erfrischenden, sandigen wie trostlosen mexikanischen Schauplätzen auch durch allerlei skurile Charaktere und eine innovativ dynamische Kameraführung, die dem Film eine ganze eigene, unverwechselbare Note verleiht. Die Actionszenen widerum konzentrieren sich nahezu vollkommen auf Schusswechsel, die nicht nur durchaus blutig ausgefallen sind sondern auch recht gut aussehen. Desweiteren wurde die Action sehr ausgewogen über die Filmdauer verteilt, weswegen es keine wirklich öden Passagen gibt. Einzig im Finale hätte ich mir dann doch etwas mehr gewünscht...
Das praktisch nicht vorhandene Budget bermekt man im Eifer des Gefechts jedoch praktisch nicht - und das ist wohl mit die größte Leistung von Filmcrew und Noname-Darstellern! Zwar ist "El Mariachi" sicher nicht der massenkompatibelste Film, meinen vollsten Respekt für diese verblüffende Leistung hat er aber dennoch inne!