Robert Rodriguez (Sin City, Spy Kids, From Dusk till Dawn) hat mit 'El Mariachi' einen echt lustigen und teilweise sogar actionreichen Amateurfilm abgeliefert. Später sollten zwei schwächere Fortsetzungen unter der Regie von Robert Rodriguez folgen. Aber El Mariachi ist bis heute ein teilweise echt besonderer Film.
Die Story ist simpel: Der Gitarrist El Mariachi sucht in einer großen Stadt in Mexico mit einem Gitarrenkoffer einen Job als Barmusiker. Zur selben Zeit versucht ein Exknacki sich an einem Mafiosi zu rächen, der versucht ihn beiseitezuschaffen. Durch Verfolgungsjagden und in Notwehr gerät El Mariachi ins Kreuzfeuer und verliert mehr als ihm lieb ist.
Wie man sieht ist der Plot ziemlich schnell erzählt, aber immerhin befinden wir uns hier in der Amateurfilmrubrick! Also darf man sowieso nicht von anspruchsvollen Handlungen reden. Die Schauspieler sind allesamt total trashig. Die Waffen sehen teilweise wie Spielzeugwaffen aus und die Dialoge sind überraschenderweise sehr zielgerichtet. Was jedoch auf ein teilweise gutes Drehbuch schließen lässt (falls überhaupt eins exestierte). Robert Rodriguez hat seinen Film auch etwas blutig gestaltet (hin und wieder sieht man ein blutverschmiertes Hemd mit Löchern). Auch wenn der Film nicht gerade viel Action ala Hollywood bieten kann, versucht er es zumindest mit einigen lustigen und kessen Dialogen auszugleichen. Das will aber dann auch nur teilweise gelingen, denn nach einer Weile will der Zuschauer doch wieder eine Verfolgungsjagd zwischen El Mariachi und den Verbrechern sehen. Diese kommt prompt auch auf dem Silbertablett und man kann sich wieder zurücklehnen um sich wieder eine Dialogsszene reinzuziehen. Nach knappen 80 Minuten ist der Film nach einem ziemlich kurz ausgefallenen Showdown zuende präsentiert uns einen letzten Dialog von Mariachi. Im Großen und Ganzen ist El Mariachi zwar nicht der Überfilm, aber trotz der Amatuerherkunft ein kleines nettes Filmchen von Robert Rodriguez. 6/10 Punkte