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Der Killer Azul kommt aus dem Gefängnis frei und sucht seinen früheren Partner Mocco, weil er von dem seinen Anteil an einem Geschäft einfordern will. Azul ist daran zu erkennen, dass er schwarz angezogen ist und in seinem Gitarrenkoffer ein ganzes Waffenarsenal spazieren trägt. Der Mariachi kommt in die Stadt und sucht eine Auftrittsmöglichkeit. Er ist schwarz angezogen und trägt in seinem Gitarrenkoffer eine Gitarre spazieren. Bühne frei für ein ziemlich blutiges Verwechslungsdrama …

Natürlich wirkt EL MARIACHI wie eine Fingerübung, vor allem wenn man ihn mit dem megaerfolgreichen DESPERADO vergleicht. Und natürlich sieht man EL MARIACHI seine sage und schreibe 7.000 Dollar Produktionskosten deutlich an. Aber macht das was? Nö! Der Film rockt die Bühne ziemlich gut, macht Laune, und hat vielleicht sogar das bessere Ende als DESPERADO. Dafür ist die Musik oft nicht so gelungen, aber was soll’s. Es macht einfach ungeheuren Spaß zuzusehen, wie die Geschichte schnell und blutig in Fahrt kommt, und wie sich die gegenseitigen Verwechslungen immer mehr in die Höhe schrauben. Großes kleines Kino, bei dem das Remake interessanterweise genügend Abstand hält um als eigenständiger Film durchzugehen, und gleichzeitig immer wieder Hommagen auf den Vorgänger aufblitzen. Dazu der recht abgedrehte Humor Rodriguez‘, von dem ich bislang immer dachte dass er auf Quentin Tarantinos Mist gewachsen ist. Aber mitnichten, Rodriguez ist genauso ein Spinner mit den gleichen aberwitzigen Ideen. Kein Wunder dass FROM DUSK TILL DAWN auch heute noch so gut funktioniert …

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