Seinen ersten Langfilm drehte Regisseur, Autor und Nebendarsteller Bradley Stryker größtenteils in Thailand. Das ist ein Pluspunkt. Während des Abspanns ertönt ein deutschsprachiger Song, nämlich „Boom Boom Boomerang“ der Gruppe „Schmetterlinge“. Das ist überraschend, aber kein Pluspunkt. Der Rest ist nah am Amateurniveau. Und das macht keine Freude.
Abby reist nach Thailand und hofft dort auf ihre Freundin Penny zu treffen. Unterwegs schließt sie sich den Rucksacktouristen Ben und Jewel an, kurz darauf erhält sie eine Videobotschaft von Penny, die sich in Gefangenschaft eines Entführers mit Clownsmaske befindet. Folgen die drei nicht den Anweisungen, wird Penny die Entführung nicht überleben…
Es ist schlicht bedauerlich, wenn man schon in Thailand dreht und die Möglichkeit hat, ein paar ansehnliche und exotisch anmutende Landschaften einzufangen, auf blöde Videotagebücher zurückgreift, wodurch sich zahlreiche verwackelte und unscharfe Aufnahmen ergeben, welche zudem an teils austauschbaren Orten wie Strand oder Hotelzimmer aufgenommen werden. Natürlich punktet die Kulisse, doch das Potential sie voll auszunutzen wird verpasst.
Ohnehin kommt das Werk unüberlegt rüber. Schon früh gibt es kurze Momente eines fixierten Opfers, während die Entführung noch gar nicht stattgefunden hat. Dramaturgisch bringt diese Vorwegname rein gar nichts, visuell wird allenfalls Verwirrung gestiftet. Mit Abby als eigentliche Hauptfigur wird man kaum warm, da diese überwiegend mit ihrer Handkamera beschäftigt ist und banale Sachen hinein plappert, was auch auf Ben zutrifft, der die Reise ebenfalls haarklein dokumentiert. Eine Handlung ist da phasenweise schwer auszumachen.
Dazwischen kommen vom Clown regelmäßig Botschaften und Videohinweise, zuweilen mit der fixierten Peggy im Hintergrund, doch obgleich diese gegen Ende leicht blutverschmiert erscheint, ist unklar was dazwischen geschieht, da etwaige Foltereinlagen und andere Gewalteinlagen bis auf angedeutete Kehlenschnitte komplett ausbleiben.
Spannung kommt bei alledem nicht auf, zumal die Anordnungen banal sind, wie etwa feiern gehen und dabei etwas aus Eimern zu trinken oder sich zum bestimmten Zeitpunkt am Strand einzufinden. Das tendiert alles eher in Richtung Abenteuer und Schnitzeljagd und mutet durch die Bank harmlos an.
Und so setzt sich die Reihe fort, dass Filme, die irgendwie mit einem Clown oder einer solchen Maske zu tun haben selten etwas taugen. Zwar fällt die Pointe ein wenig garstig aus, doch diese rettet den katastrophalen Gesamteindruck wahrlich nicht mehr, denn neben dämlichen Dialogen und einer schrecklichen Synchro ist auch handwerklich kein Meister am Start. Da dürfte eine Urlaubsreportage aus Thailand weitaus mehr bringen, - vielleicht sogar mehr Spannung…
Knapp
3 von 10