Das Dritte von insgesamt drei verfilmten Drehbüchern von Julian Weaver, welcher sich im Zeitraum der späten Achtziger bis Anfang der Neunziger am Genre des Horrors austobte und dort v.a. den Mysteriositäten und Obskuritäten an entlegenen Orten abseits der Zivilisation, in der freien und teilweise auch wilden Natur und dort auch gerne mal zu unwirtlichen Wetterlagen auf den Spuren ging. Eine Kleingruppe gefangen in ungünstiger Abgeschiedenheit, die oft sowohl dem 'Bösen' der Realität begegnete als dann auch oder einzig dem Grauen aus der Unwirklichkeit, was schwerer zu bekämpfen war und einen härteren Gegner darstellt. Weaver hat bspw. den (länger auf dem Abstellgleis befindlichen) Trapped Alive (1988) für Filmworld International geschrieben, welcher mit "Several escaped prisoners and two hostage women along with a sheriff's deputy find themselves trapped in a mine shaft, where a cannibalistic mutant is hunting them for food." eigentlich schon von vornherein die geeignete Synopsis für Bahnhofskino und Videothekenläden in aller Herren Länder aufweisen sollte und dennoch so gut wie unbekannt geblieben ist, und eben auch den vorliegenden Demon Possessed, den man noch oder vielleicht auch noch besser als The Chill Factor (nicht) kennt und im Grunde auch die gleiche Ausgangsidee mitsamt den Schlagworten "trapped" und "abandoned" und "satanic cult" und "infested by demons" verwendet. Hier wie dort ziehen die Mädels auch alle blank, scheinbar will der Teufel doch nur pimpern:
Eine kleine Gruppe von Pärchen und Freunden, bestehend aus Jeannie [ Dawn Laurie ], Tom [ Aaron Kjenaas ], Karen [ Connie Snyder ], Chris [ David Fields ], Lissa [ Eve Montgomery ] und Ron [ Jim Cagle ] unternimmt mit ihren Schneemobilen eine Ausflugstour in Winsconsin. Nach einem verheerenden Unfall ziehen sie sich mit einem Schwerverletzten in das ehemalige religiös Ferienlager St. Dominic's Camp zurück, wo alsbald mysteriöse Vorfälle auftreten.
Gedreht erneut am Eagle River, Winconsin und abermals im Winter, wird eingangs und fortwährend natürlich den niederen Temperaturen gefrönt und dem sportlichen weißen Kleid, dass die Natur rundherum anhat und leuchtend vor sich hinträgt. Filmischer als der Vorgänger – dazwischen gab es noch den weitgehend unbekannten The Inheritor (1990), den Weaver geschrieben hat und in dem es um einen Polizisten und eine Frau auf der Suche nach hier verschwundenen Schwester geht – ist man auch noch, enorm sogar, wird schon in der Vorstellung der Personen mehr Aktivität als im ganzen anderen Film veranstaltet und vor allem mehr in die Geschwindigkeit gegangen und sich tatsächlich bewegt.
"The nightmare came to me before dawn, sneaking into my mind, disgusing itself as an ordinary dream. And that's when the first chapter of my life, my childhood, ended. What I didn't know was that the nightmare would come true, and when it was over, it would just be the beginning of something far worse."
Figürlich größer, mit mehr Interaktion auch mit der Umwelt, eingangs zumindest, und mit einer Gesellschaft, die wohl lange kein schwarzes Gesicht gesehen haben und in ihrem Rassismus und alten Nord-Süd-Staaten Denken auch ganz blind im Kopf geworden und jeglicher Anstand bei Ihnen verloren gegangen sind. Blöde Kommentare, eine nicht bloß latente Aggression und ein offener Gewaltausbruch noch in der lokalen Kneipe zeigt die erste Konfrontation und das erste blutige Geschehen, weit bevor die eigentliche Gefahr losgeht und das Rennen um Leben und Tod in Gang gesetzt ist. Unterschlupf und Rettungsinsel soll eine alte stillgelegte Kirche Schrägstrich Sommerlager bieten, verriegelt und verrammelt, und wo der gekreuzte Jesus mit seinen Blutmalen sich ein Dasein teilt mit viel Dunkelheit und Spinnenweben.
"Black Friar Lake was white, a shifting blanket of snow driving across the dark ice beneath us. If I'd had the right words, maybe i could've stopped it right there."
Gleich mehrere Sprichwörter und Redewendungen bewahrheiten sich dann, das englische "Don't drink and drive" z.b., oder "Übermut tut selten gut.", oder auch das "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.", alle nacheinander und im unerbittlichen Schicksal dann auf einmal quasi; angefangen damit, dass der Unfall passiert und man mit dem Kopf voran in voller Wucht den Baum touchiert. Und weiterführend über das Erwecken des Dämons, der dann Dinge mit den ahnungslosen Anwesenden veranstaltet, die man so und ähnlich (und besser) aus dem Tanz der Teufel und dem Fürsten der Dunkelheit kennt. Darstellerisch geht das Gewese hier für die Laien vor der Kamera in Ordnung, für die Laien hinter der Kamera ebenso, versucht man sich in längeren Einstellungen, die etwas hölzern zwar gesprochen und dargestellt werden, aber so ein bisschen gruselig (in mehrerlei Hinsicht) dann doch sind. Blutige Szenen werden auch geboten, aber eh im Off, also in der Auswirkung und nicht dem tatsächlichen Geschmadder dargereicht oder auch in der Fantasie des Zuschauers vorangestellt – die Fahrt des Snowmobils direkt in einen gespannten Stacheldrahtzaun, oder auch der sich senkende und nicht bloß bedrohlich nahekommende, sondern tatsächlich aktiv werdende Deckenventilator –, plus zwei Beischlafszenen ohne Sinn und Verstand, dieses Szenario von viel Trivialität bis hin zur Simplizität aber sowieso dem Gestus des gesamten Filmes entspricht.