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Rotes und schwarzes Leder statt pinkem Spandex: Mit dem kitschigen CUTIE HONEY von 2004 hat dieser düstere und kalte Hightech-Thriller kaum etwas gemein. Er passt eher in die Welt von BLADE RUNNER und die Heldin erinnert mit ihrer ganzen Art und von den synthetischen Settings her, in denen sie sich rumprügelt, an Milla Jovovich in ULTRAVIOLET. Nur wenn sie Familienmitglieder besucht, taut sie auf und zeigt Gefühle. Und allenfalls die kurze Modeschau mitten in der Action stellt so etwas wie einen Stilbruch dar. Selbstverständlich gibt es auch den zuckersüßen "Papaya"-Song nicht mehr zu hören, denn der würde ja überhaupt nicht ins neue, erwachsenere Gesamtbild reinpassen. Begeistern kann TEARS aber nicht, dazu ist er zu durchschnittlich. Er setzt weder für SciFi-Kracher, Superheldenfilme noch Manga-/Anime-Realverfilmungen Maßstäbe.