Review

Die Reihe um „American Poltergeist“ scheint sich zu einem Sammelsurium von Machwerken unterster Kajüte zu entwickeln, welche nichts miteinander zu tun haben. Von Poltergeistern ist man bei vorliegendem Werk genauso weit entfernt wie vom Paranormalen überhaupt.

1930: Das Pfarrer-Ehepaar Lionel und Marianne zieht in ein viktorianisches Landhaus und sucht nach einem Helfer für Haus und Garten, welchen sie in Frank finden. Während sich zwischen Frank und Marianne eine Liaison anbahnt, nehmen die Bewohner merkwürdige Erscheinungen wahr…

Der britische Regisseur Andrew Jones hat bislang noch keinen gescheiten Film zustande gebracht und das dürfte sich wohl auch in Zukunft nicht ändern. Zunächst ist ganz schwer auszumachen, in welcher Zeit der Film überhaupt angesiedelt ist, was sich weder an den Durchschnittsfrisuren, noch an der austauschbaren Kleidung bemerkbar macht. Selbst die Einrichtung des Hauses lässt nicht sicher auf eine bestimmte Dekade schließen, - es fehlen halt technische Errungenschaften und ein altes Radio deutet so in etwa auf die Fünfziger hin.

Das Treiben innerhalb der vorhersehbaren Dreierkonstellation macht absolut keine Laune, phasenweise herrscht Stillleben und es kommt null Spannung auf, zumal die drei Mimen wahrlich keine Leuchten ihres Faches sind und Suzie Frances Garton als Marianne mit unvorteilhaftem Make-up alles andere als ein Eye Candy präsentiert. Es reiht sich Klischee an Klischee einer öde aufgezogenen Fremdgehkiste und man wartet ungeduldig darauf, dass wenigstens mal ein Schatten vorbei huscht.

Genau das passiert dann auch, allerdings nicht viel mehr. Einmal ist ein Hilferuf mit Blut auf eine Tür gebannt und in Ansätzen kommt Leben in die Bude, als jemand des Nächtens vom Laken am Bett fixiert und wie von unsichtbarer Hand ausgepeitscht wird, woraufhin die daraus resultierenden Fleischwunden die einzigen Gewalteinlagen darstellen.
Ansonsten gibt es hier nichts Übersinnliches, denn worüber in Ansätzen von einer vierten Person auf einem Friedhof gesprochen wird, erhält bis zum Ende keinerlei Relevanz mehr.

Die schwachen Mimen, der uninspirierte Score, die lustlose Kamera und das oftmals bewegungslose Geschehen ist an Lahmarschigkeit nur schwer zu unterbieten und auch die Pointe lässt einen absolut kalt, weil völlig witzlos und überraschungsfrei.
Ein weiterer unterirdischer Ableger einer imaginären Reihe, bei der weitere Teile wahrscheinlich mit absoluter Vorsicht angegangen werden sollten…
2 von 10

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