Hübsche Hülle, wenig Esprit: GHOST IN THE SHELL schafft es weder, die kontemplativen Qualitäten seiner Vorlage zu erreichen, noch das Material auf eine neue Ebene zu bringen, sondern bleibt ein überambitionierter BLADE RUNNER meets ROBOCOP-Klon, bei dem es selbst den Actionszenen an Substanz fehlt.
Auch wenn die Form – Ausstattung und visuelle Effekte – vor dem Inhalt kommt, sollte man kein visuelles 3D-Feuerwerk erwarten, denn die Konvertierung ist zwar ok, doch der Film macht einfach viel zu wenig aus seinem Potenzial – er bleibt einfach in jeder Hinsicht flach.
Scarlett Johansson schaut man ja immer gerne zu, doch hier wirkt sie mit ihrem unnatürlich burschikosen Gang reichlich deplaziert; man nimmt ihr die Actionheldin noch weniger ab als in LUCY und THE AVENGERS, da helfen auch die schnellen Schnitte nicht. Einziger Lichtblick ist die stoische Präsenz Kitano Takeshis, der aber sowieso den Eindruck vermittelt, er sei hier in seinem eigenen Film unterwegs – zweifellos einer, den man sich jetzt lieber ansehen würde.