iHaveCNit: Attraction (Deutscher Verkaufsstart: 25.08.2017)
Der nächste Film, den ich mir außerhalb des Kinosektors angesehen habe, ist der russische Endzeit-Science-Fiction-Film „Attraction“. Vom Trailer her sah der das Ganze schon interessant aus und Science-Fiction hat es bei mir immer relativ leicht. Der bombastische Film hat natürlich einiges an Potential, das aber nicht vollend ausgespielt werden kann.
Moskau befindet sich nach dem Absturz eines außerirdischen Raumschiffs im Ausnahmezustand. Der Absturz hat große Teile der Stadt verwüstet und viele Opfer gefordert. Die Motivationen der außerirdischen Gäste bleibt im Verborgenen, was zu einer Spaltung der Bevölkerung führt.
Der Film wird angeprießen als eine Mischung aus „Arrival“ ; „Independence Day“ ; „District 9“. Ich kann einige Versatzstücke erkennen und der Film liefert natürlich klassisches Science-Fiction-Endzeitkino. Anders als gedacht, sind zwar optische Schauwerte und ordentliche Action enthalten, aber das persönliche Drama um die junge Julia, die bei dem Absturz eine Freundin verloren hat, sich ab einem Punkt in einem Liebesdreieck befindet, der Vater großer Militärbefehlshaber ist und wichtige Entscheidungen im Fall der Außerirdischen treffen muss. Dazu wird sie Schlüsselfigur im Anliegen der Außerirdischen. Gerade das bombastische Spektakel mit den optischen und effektreichen Schauwerten ist das eine, aber in seinen 133 Minuten sorgt der Film mit außreichend intimen Momenten für eine persönliche Note. Ob das den Film jetzt ausbremst, muss jeder selbst entscheiden. Ähnlich wie in der diesjährigen Südkoreanischen Zombieapokalypse in „Train to Busan“ und „Seoul Station“ ist natürlich in der russischen Alienapokalypse „Attraction“ auch eine gewisse Portion Gesellschaftskritik zu finden. Ausgewogen ist der Film schon, aber durch die vielen unterschiedlichen Ebenen wird er etwas ausgebremst und plätschert manchmal vor sich hin. Interessant und faszinierend bleibt er jedoch.
„Attraction“ - My First Look – 7/10 Punkte