Review

Staffel 4 - 9/10

Staffel 4


Mosaik des Lebens

Die Pearsons, wie sie leben und lachen,
oh die Tränen… was du machen Sachen? 

Die Puzzleteile schieben sich auseinander und zusammen,
den Tag, an dem diese Serie endet will man schon jetzt verdammen. 

Melodrama und Kitsch, „Dallas“ oder Highclasstelevision?
Für mich ist diese Familie und dieses bunte Bild wie ein weiches Kissen. 

Natürlich steigt dann immer mein Verbrauch an Taschentüchern,
dennoch kannste über ein solches Phänomen kaum lesen in Büchern. 

Das Altern, das Lernen, das Streiten und das Sterben,
den Spaß und die Freudentränen kann mir keiner verderben. 

Zwischen Traditionen und Trauer, zwischen Erinnerung und Träumen,
sollte diese strahlende Fernseherscheinung keiner versäumen. 

Verschollene Verwandte, der böse Alkohol oder die fiese Demenz,
bei vielen Mustern meint man eigentlich, ja man kennt's. 

Dennoch schafft es „This Is Us“ mich tief zu berühren,
und immense Erwartungen an das langsam anstehende Finale zu schüren. 

Wie ein Mix aus „Six Feet Under“ und naiver Soap,
ist die Serie nur auf dem Papier cleaner und heiliger als der Pope.

In Wahrheit sind’s erstaunlich ungenierte Vignetten aus dem Leben,
zusammengestaucht auf das, was uns alle die innere Ruhe kann geben. 

Mit all seinen Hochs und Tiefs, seinen Bilderbuchmomenten,
kann gerade ein solches Paradies mehr Realität und Liebe als man denkt schenken. 

Vier oder fünf Generationen, das muss man erstmal verbinden,
und das meist ohne großartig Zeit zu schinden. 

Für manch einen mag das sein zu viel des Guten,
ich lasse jedoch so schnell mein Herz nicht aufhören (positiv) mitzubluten. 

Fazit: noch immer eine der berührendsten, durchdachtesten und positiv kitschigsten Serien der letzten 20 Jahren. Highclass-Melodrama für Millionen. (9/10)

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