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CARDINAL - STAFFEL 1

An einem abgelegenen Ort in Ontario taucht eine Leiche auf, ein seit Monaten vermisstes Mädchen mit indianischen Wurzeln. Detective John Cardinal wird beauftragt, den mysteriösen Fall zu übernehmen. Doch während der Ermittlungen gerät Cardinal selbst in Verdacht. Seine neue Partnerin Lise Delorme soll Beweise für seine Verbindung ins kriminelle Lager finden. Die Situation spitzt sich weiter zu, als ein weiteres jugendliches Opfer gefunden wird und es Hinweise auf einen Serientäter gibt. Als schließlich ein junger Mann als vermisst gemeldet wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Cardinal und sein Team müssen alles versuchen, um das Opfer lebend zu finden.

Ich habe mal wieder eine Serie angefangen, was den Vorteil hat, dass man gerade abend wenn man müde ist und keinen kompletten Film mehr schauen will, 40 Minuten genau die richtige Länge sind. Diese hier habe ich empfohlen bekommen und wurde nicht enttäuscht.

Der Fall den die beiden zu lösen haben ist, auch aufgrund der ungewöhnlichen Täterkonstellation sehr interessant. Es gibt die ein oder andere Wendung, die mir nicht so eingefallen wäre und die Verdächtigen wechseln recht oft – allerdings nicht für den Zuschauer, der von Anfang an weiß, wer dahintersteckt, was der Spannung aber keinen Abbruch tut.

Bei solchen Geschichten ist die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern meist das wichtigste. Das war bei AKTE X im Besonderen so, denn auch wenn die Fälle damals gut ausgearbeitet waren – ohne Mulder und Scully und den jeweiligen Besetzungen, wäre die Serie nicht so erfolgreich geworden.

So ist es auch hier. Billy Campell spielt den ruhigen und besonnenen Cop sehr glaubwürdig, während (die mir völlig unbekannte, aber hervorragend agierende) Karine Vanasse, den perfekten Gegenpol bildet.

Integriert ist noch eine weitere Geschichte, die sicher in den nächsten Staffeln weiter forciert werden wird (möchte da nicht zu viel verraten).

Wer allerdings eine typische Serie und Stil amerikanischer Serien erwartet, wird eher enttäuscht sein. Es handelt sich hier zwar um eine kanadische Produktion, aber die drehen gerade Fernsehserien doch recht ähnlich.

Man fühlt sich eher an die typischen Geschichten aus dem hohen Norden erinnert und hätte ich die Namen der Hauptdarsteller nicht gewusst, wäre ich sicher gewesen, das CARDINAL aus Schweden oder Norwegen kommt.

Fazit: Glaubwürdige Charaktere und eine spannende Handlung machen die erste Staffel absolut sehenswert.

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