In einer Mischung aus „Underworld“, „Twilight“ und „Men in Black“ versucht Regisseur Emilis Velyvis es dem russischen Markt gerecht zu machen, indem er Versatzstücke der oben genannten Vorbilder munter aneinander reiht, dabei aber nicht ansatzweise deren Qualität erreicht.
Pasha ist eigentlich Kurier in Moskau, doch per Zufall rettet er Vampirprinzessin Dana. Dadurch wird eine Spezialeinheit auf den Jungen aufmerksam, welche sich um das Gleichgewicht des dämonischen Treibens in der Stadt kümmert. Dieses droht schon bald auseinander zu driften, denn Vampir Yankul will bei der nächsten Sonnenfinsternis die Macht an sich reißen und mit aller Gewalt gegen die Menschen vorgehen…
Der Stoff ist deutlich auf ein eher jüngeres Zielpublikum zugeschnitten, denn im Zentrum steht ein 18jähriger, der sich seiner Besonderheit nicht bewusst ist, während es Hürden zum hübschen Love Interest zu überwinden gilt. Dazwischen ein schmieriger Bösewicht, ein väterlicher Mentor, fiese Ghouls und toughe Cops.
So wird neben der Romanze für ein wenig Action gesorgt, die vom Inszenatorischen ein wenig an „Matrix“ erinnert, wobei diverse Prügeleien und Schusswechsel nicht allzu häufig vorzufinden sind und im Mittelteil einiger Leerlauf zu verzeichnen ist. Immerhin gibt es kleine Aufheiterungen, zuweilen mit schwarzem Humor versehen, was in der Verwandlung vom Fettsack in ein Wildschein, welches anschließend durch eine Tiefgarage gejagt wird seinen Höhepunkt findet.
Ansonsten packt die Geschichte kaum, denn die Figuren bleiben überwiegend stereotyp, dem Emotionalen fehlt die Inbrunst, während die Auseinandersetzungen zwischen Gut und Böse weitgehend vorhersehbar ablaufen, zumal sich zu selten spannende Begebenheiten ereignen.
Ferner mangelt es an Schauwerten, obgleich die Kamera recht variabel arbeitet und ein Großteil der Mimen passabel performt. Die Effekte kommen insgesamt ein wenig zu kurz und auch die Gewalteinlagen sind einer FSK16 angemessen.
Unterm Strich findet sich nichts Innovatives, es gibt keine sonderlichen Kniffe oder gar unerwartete Wendungen, zumal viele Szenen deutlich von Hollywoodvorbildern kopiert wurden. Phasenweise unterhält er okay, von einem großen Wurf in Sachen Blutsaugerhorror ist er jedoch weit entfernt.
5 von 10