Christopher Nolan scheint das Geschichtenerzählen verlernt oder seine Prioritäten verschoben zu haben: Mit seinen drei ineinander verschränkten und teilweise etwas holprig zusammengeschnittenen Dunkirk-Episoden inszeniert er den Krieg als hochästhetisierte Heldengeschichte und aufwendiges Ausstattungskino. Dabei bleiben viele Spannungsmomente weitgehend wirkungslos, da man kaum emotional in die handelnden Personen investiert ist – auch wenn uns Hans Zimmers gewohnt subtiler Soundtrack mit permanent hämmernden Herzschlägen und tickenden Uhren die Dringlichkeit und Spannung ständig um die Ohren haut.
Nein, das ist kein "bester Film des Jahres" geworden, es ist ein kalter, leerer Film, der sich nicht für den Krieg interessiert, sondern nur für seine Ästhetik.