Sieht man mal von der irrealen Geschichte und der zum Teil starken Überzeichnung ab, ist diese Netflixproduktion ein verhältnismäßig einfach gestrickter Film für Regisseur und Co-Autor Bong Joon-Ho.
Der böse Mirando-Konzern (vertreten durch Tilda Swinton und Giancarlo Esposito) will mit genetisch manipulierten Superschweinen den Welthunger besiegen und sich damit ordentlich bereichern. Das koreanische Vorzeigeschwein Okja soll dafür in ein US-Labor verfrachtet werden – zu Testzwecken, wie es heißt. Okjas kleine Freundin Mija will das verhindern und wird bei ihrem Rettungsversuch von der Animal Liberation Front (u. a. Paul Dano, Steven Yeun) unterstützt.
Die Story ist simpel, die Umsetzung bis auf die tolle Okja-Animation mäßig spektakulär, doch der Impact im letzten Akt ist hart: Wenn man sieht, wie hunderte von Okjas Artgenossen, intelligente und leidensfähige Geschöpfe, reihenweise zur Schlachtbank geführt und dort getötet und zerteilt werden, dreht es einem den Magen um. Und das, obwohl genau dies Tag für Tag bei uns mit anderen, echten Tieren geschieht.