Review

„Devil's Gate“ lenkt bereits mit seinem Titel in die Irre, denn der Teufel hat hier nicht seine Finger im Spiel, - es handelt sich lediglich um den Ort, in dem die Handlung angesiedelt ist.
Auch sonst weiß das Regiedebüt von Clay Staub einige falsche Fährten zu streuen, wobei die Genrezuordnung in Richtung Sci-Fi schon recht eindeutige Hinweise liefert.

FBI-Agentin Francis (Amanda Schull) wird wegen eines Vermisstenfalls in die Einöde beordert, um mithilfe von Deputy Colt (Shawn Ashmore) Licht ins Dunkel zu bringen. Frau und Sohn des Farmers Pritchard (Milo Ventimiglia) werden vermisst und als die Ermittler auf dem heruntergekommenen Gelände ankommen, erweist sich Pritchard nicht gerade als gastfreundlich. Im Keller seines Hauses wird Francis schließlich fündig, doch das bringt die Sache erst ins Rollen…

Viel Budget stand Staub offenbar nicht zur Verfügung, doch die marode Farm in der Einöde erweist sich speziell bei Nacht als atmosphärisch tauglicher Schauplatz. Die Figurenzeichnungen fallen passabel aus, - schließlich muss auch einer FBI-Agentin ein kleines Trauma anhaften, während das Greenhorn vom Lande zuweilen ein wenig impulsiv agiert. Eine spezielle Funktion erhält indes Pritchard, der im Keller eine Kreatur gefangen hält.
Bei ihm wird bis zum Schluss nicht so deutlich, ob er zu den Guten zählt oder mehr als nur ein Geheimnis verbirgt.

Der kammerspielartige Charakter mit nur vier wesentlichen Figuren, die taktieren und sich größtenteils gegenseitig misstrauen, schürt durchaus Interesse und ein wenig Spannung, wobei die eigentliche Bedrohung erst im letzten Drittel spürbarer wird.
Die dazugehörigen Effekte mit einigen grellen Blitzen, ungewöhnlichen Wolkenformationen und einigen Kreaturen, unter denen sich (mal wieder) Javier Botet befindet können sich durch die Bank sehen lassen, zumal nur selten CGI durchschimmern. Der zurückhaltende Score sorgt derweil für eine stärkere Fokussierung auf Umgebungsgeräusche, was spätestens ab der zweiten Hälfte nicht unwesentlich ist.

Nach einem eher ruhigeren ersten Drittel zieht die Spannung merklich an, die Story kommt mit kleinen und größeren Twists um die Ecke und auch der Ausgang fällt nicht eindeutig aus und ließe durchaus eine Fortsetzung zu. Darstellerisch ist alles im grünen Bereich und die FSK16 geht hinsichtlich einiger kurzer Gewalteinlagen voll in Ordnung.
Unterm Strich ein durchaus passables Regiedebüt mit solidem Unterhaltungswert.
6,5 von 10

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