Eines vorweg: Gal Gadot ist geradezu eine Offenbarung als Wonder Woman und macht den Film gleich viel besser. Auch ich gehörte zur Riege derer, die sie kritisch beäugten bei ihrer Benennung, da sie mir in der Fast und Furious Reihe einfach nicht proper genug wirkte. und wie ich mich irrte. Die Frau ist einfach klasse in dieser Rolle, und es ist kein Wunder, dass sie derzeit als das DCU Gesicht schlechthin gilt. Die anderen beiden der Dreifaltigkeit des DCU (Batman und Superman) haben sich ja zuletzt, was das Finanzielle betrifft, nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.
Der Film erzählt leider recht trivial und einfach gehalten den Werdegang von Wonder Woman und ihrer ersten Begegnung mit der Menschheit - was im ersten Weltkrieg stattfand. Man kann denke ich auch nicht viel mehr erwarten von so einer Origin-Story eines etwa 80-jährigen Charakters. Ähnlich dem ersten Captain America Film wird eine recht seichte Story mit - soviel sei verraten - Lovestory erzählt, der zwar ab und zu andeutet, was möglich wäre, das eventuell sogar eine ungleich tiefsinnigere düsterere Verfilmung im Rahmen gewesen wäre, aber letztendlich entschliessen sich die Macher auf Nummer sicher zu gehen.
Finanziell komplett die richtige Entscheidung, auch das Publikum ist dankbar für eine schöne DC Verfilmung, und Patty Jenkins zeigt auch bravourös, dass sie Zack Snyders Kampfmontagen bravourös beherrscht.ABER: Der Film reiht sich dadurch leider nur in die Riege mittelmäßiger Comic-Verfilmungen perfekt ein, der nur durch Gal Gadot vor dem Vergessenwerden gerettet wird. Der Film ist daher leider nur - auch hier ähnlich zu Captain America - ein Übergangsprodukt zu Justice League, und man kann hoffen, dass Teil 2 dann einen ähnlichen Qualitätssprung hinlegt wie der zweite Film des bereits merhfach erwähnten Marvel Kontrahenten
6 Punkte (inkl. Gadot Bonus)