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Als großer Marvelfan waren die Filme, welche im Zuge des DC Extended Universe erschienen, bis Wonder Woman persönlich gesehen ein mäßiges Vergnügen. Zu zäh meistens und mit einer schwermütigen Note ausgestattet, versuchte sich DC zwar ganz bewusst als Gegensatz zu der eher lockeren leichten Note Marvels aufzustellen, erreichte damit aber Filmerisch meist ein durchwachsendes Ergebnis.

So gesehen ist die persönliche Begeisterung für den ersten Kino Auftritt der Kampfamazone eigentlich fast logisch, da sich Patty Jenkins Film deutlich am besagten Marvel Erfolgsrezept orientiert.

So beginnt der Film in der Gegenwart, in welcher Wonder Woman, die in ihrer Zivilidentität als Diana Prince als Kuratorin im Louvre arbeitet, ein Geschenk ihres Superheldenkollegen Bruce Wayne. Dabei handelt es sich um eine alte Fotografie, die sie an der Seite von Soldaten im Ersten Weltkrieg zeigt. Anschließend erfährt der Zuschauer mit Hilfe einer Rückblende, warum sie von diesem Präsent zutiefst bewegt ist.

So lebt Diana gegen Ende des Ersten Weltkrieges auf einer Insel im Mittelmeer namens Themyscira. In diese Idylle platzt eines Tages der britische Spion Steve Trevor, welcher auf der Flucht vor den Deutschen ist. Diana kann die Angreifer mit Hilfe der Amazonen zwar abwehren, doch stirbt ihre Tante dabei. Nachdem Diana erfährt das ein furchtbarer Krieg in der Welt tobt bricht sie mit Trevor auf, da sie fest glaubt das Ares dahinter steckt. An der Front angekommen wird dieser allerdings mit dem ganzen Schrecken sowie Grauen des Krieges konfrontiert...

Ein famose Hauptdarstellerin, aufwendige Action - Sequenzen, überzeugende Tricks und eine Menge Frauen Power lassen Wonder Womans ersten Kino Auftritt teilweise sehr überzeugend dar stehen. Zudem versetzt der Film dank seiner Ausstattung den Zuschauer gelungen zur Zeiten des ersten Weltkrieges und verzichtet auf die Schwermut vorheriger DC Filme ohne den Krieg seinen Schrecken zu nehmen.

Das es dennoch nur zu sehr guten 7 Punkten reicht liegt zu einem an der etwas zu langen Laufzeit, da Jenkins Film einige kleine Hänger durchaus hat und den zwar bombastischen aber unnötig aufgeblasenen wirkenden Action - Sequenzen.

Dennoch steht außer Frage das der Film zu überzeugen weiß und im DC Universum außerhalb der Batman Filme für mich ein Highlight darstellt.  

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