Alle Kurzkommentare


7

Ich gehe ja an Blockbuster immer mit einer gewissen Skepsis heran. Zumal leichtbekleidete Amazonen mit Superkräften ja so einen gewissen Trashfaktor besitzen, was mich eher weniger interessiert. Aber der Film ist dann doch ganz unterhaltsam geworden. Das liegt zum einen an der wirklich bezaubernden Gal Gadot, die diese naive Jungkriegerin sowas von charmant spielt, dass man sich am liebsten sofort in sie verlieben möchte. Glücklicherweise wurde sie auch noch perfekt synchronisiert. Zum anderen ist der Film angenehm düster und erwachsen geraten. Erinnert mich an den ersten Captain America-Film, nur weniger verspielt und kitschig. Ernste Töne dominieren die Weltkriegshandlung, der Humor ist wohldosiert und angenehm zurückhaltend. Chris Pine ist der perfekte Sidekick, sein Charakter hätte das DCU-Univerusm auch in weiteren Abenteuern bereichert. Ansonsten gibts den genretypischen Fantasymurks, Unlogik und Bombastaction, aber da sehen wir mal großzügig drüber hinweg...

6

Beschleunigtes Franchise Building bei DC, weil man es dem Marvel Cinematic Universe gleichtun will. Im für Hollywood angeblich so wichtigen Frauenpowerfilm macht eine israelische Ex-Soldatin einen auf Xena 2.0 in einem durchschnittlichen Fantasy-Superheldenabenteuer, wenn auch auf sympathische Weise. Allerdings sieht man dem Film trotz Knallereien, Supersprüngen aus dem Rechner und einem besonders theatralischen Finale seine 149 Millionen US-Dollar Budget nicht wirklich an. Der Einstieg auf der Amazoneninsel ist wie 300, nur mit Frauen, und später ist Wonder Woman wie ein weiblicher Captain America, weil sie in der Vergangenheit die bösen Deutschen verdrischt, wenn auch in WK1 und nicht WK2. Die Geschichtsstunde mit Frontromantik und Ludendorff-Ares-Nemesis ist nur ein Appetizer für den hoffentlich wuchtigeren JUSTICE LEAGUE.

Kritik verlinken oder schreiben
Details
Ähnliche Filme