Kongo – Zentral Afrika. Der Söldner Captain Curry (Rod Taylor) wird angeheuert einige verbliebene Weiße Siedler aus einem von Rebellen besetzten Gebiet herauszuholen. Man gibt ihm 3 Tage Zeit und alle Freiheiten die Aktion durchzuführen. Die Reise soll nach Fort Reprieve gehen – letzte kleine Enklave im Kriegsgebiet der Simbas. Zweiter und geheimer Teil des Auftrags: die dort eingelagerten Diamanten im Wert von 50 Millionen Dollar ebenfalls mitzubringen.
Zusammen mit dem im Kongo geborenen Sergeant Ruffo (Jim Brown) stellt sich Curry einen Trupp von schwer bewaffneten Soldaten zusammen. Darunter der ehemalige Wehrmachtsoffizier Hänlein (Peter Carsten). Mit Hilfe eines Eisenbahnzuges will man dieses Höllenfahrtskommando angehen. Als herauskommt, dass es bei dieser Aktion nicht nur um die Rettung von Menschen geht, sucht Hänlein nach einer Möglichkeit in den Besitz der Diamanten zu kommen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht und es kommt schon während der Hinfahrt zu Machtkämpfen mit Curry.
Ein echter Knaller. Bereits 1968, also 10 Jahre vor den Wildgänsen, entstand dieser Söldner Film. Tapferkeit wird groß geschrieben. Es wird geschossen, gemeuchelt und sich auf´s Maul gehauen. Sogar vor der Erschießung von Kindern wird nicht Halt gemacht. Das übernimmt natürlich Nazi Hänlein mit besonderer Hingabe. Wenn dazu noch sein Hakenkreuz in der Sonne glänzt, ist der Oberschurke ausgemacht. Aber auch Rod Taylor als Captain Curry kennt keine Reue und agiert ziemlich gefühllos – jedenfalls so lange, bis sich ihm die gerettete, schöne Blonde an den Hals wirft. Es menschelt kurzzeitig im Busch. Das ist auch gut so, denn sonst könnte man ja auch kaum einen Unterschied zum bösen Deutschen ausmachen. Die Deutsche Synchro wurde übrigens so umfunktioniert, dass aus Curry Willi Krüger, ein Landsmann von Hänlein, wird. Dazu musste natürlich auch so mancher Satz herausgelassen werden. Das Deutsche Kinoplakat wurde ebenfalls entschärft. Die Kettensäge durch eine Maschinepistole ersetzt. Völlig blöd, denn das deutet auf eine der besten Szenen im Film hin. Da ist es auch egal, ob die kongolesischen Kriegszustände nur Mittel zum Zweck für diesen Reißer sind. Die Action inmitten toller Landschaften ist allemal sehenswert und der bewaffnete Zug eine geniale Idee. Wenn man dazu noch das Original Poster sieht, bekommt jeder geneigte Filmfreund ein Hörnchen in der Buchse. Da kann man nur sagen, wo zum Teufel bleibt das Remake???
8/10