Diesmal hat es Privatdetektiv Jo Walker alias Kommissar X und seinen Freund Captain Tom Rowland, dem Chef des New Yorker Morddezernats, ins fernöstliche Ceylon verschlagen, wo ihnen die brutale Geheimorganisation der gelben Katzen schwer zu schaffen macht. Diese wollen die Tochter des amerikanischen Politikers Jefferson Lincoln entführen, was beim ersten Versuch jedoch misslingt. Nun werden Walker und Rowland hinzugezogen, was den Katzen gar nicht schmeckt. Nun stehen auch die beiden auf der Abschussliste. Der Karatekämpfe King und der Bombenleger Nitro werden auf sie angesetzt und machen ihnen die Ermittlungen schwer.
Teil zwei der siebenteiligen Groschenromanverfilmungen des Kommissar Rex äh, X verschlägt es auf die exotische Kulisse Ceylons. Hier darf sich Frauenheld Jo mit baumlangen Karatekas, Nitroglycerinwerfern und einer Geheimorganisation von dreiköpfigen Kätzchen rumschlagen. Das ganze zeigt Regisseur Rudolf Zehetgruber in der typischen Beschaulichkeit des europäischen 60er Jahre Krimis, was heutzutage gerne mal etwas antiquiert wirkt.
Offensichtlich ließen sich die Macher vom zuvor erschienenenJames Bond jagt Dr. No beeinflussen, denn viele Momente erinnern an diesen Klassiker. Nicht nur das Held Jo frappierend an 007 erinnert, so gibt es auch hier einen gierigen Dr., idyllische Strände, das man meint gleich joggt Ursula Andress vorbei und nicht zuletzt das Äquivalent des Drachens, einem Kanonenbott das von den Einheimischen für ein fürchtenswertes Ungeheuer gehalten werden, so das sie die Gegend meiden.
Aber auch sonst wird versucht das gelegentlich dröge Geschehen durch Features wie tödliche Karateschläge, Säure aus dem Duschkopf, Nitrobomben oder Giftgas ein wenig aus dem Tran zu holen. Etwas schwach ist dafür die Auflösung der Identität des geheimen Hintermannes der gelben Katzen zu kommen. Natürlich ist einer der gezeigten Personen diese graue Eminenz, die aber für den Zuschauer sehr leicht zu durchschauen ist.
Kommissar X ist trotzdem nur die Light Version von James Bond. Die Action ist leider oft schlecht geschnitten, was eher zum schmunzeln anregt, ich denke da nur an den Sprung vom Dach auf die Palme. Wirkliches Agentenfeeling mag da nicht so recht aufkommen. Die Kommissar X Filme sind eher etwas für Nostalgiker des 60er Kinos. Nett anzuschauen aber wirklich mittlerweile etwas überholt.
5/10