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"Blutrausch" ist typisches Frühwerk von Tobe Hooper. Analog zu dem hoffnungslos überschätzen TCM lebte der Film von der Vorstellung, was einem wohl geboten werden würde. Ist der Film gesehen, bleibt nichts als ein schmieriges Horrorfilmchen über, das vielleicht zu seiner Zeit begeistern konnte, aber den heutigen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht wird.

Hooper macht nichts anderes, als "Psycho" ohne jegliche Suspence, dafür aber in abgewrackt und in Farbe, noch einmal aufzukochen. In den Sümpfen der Südstaaten steht ein runtergewirtschaftetes Hotel, dass von einem körperlich (Holzbein) und geistig (Super-Klatsche) beschädigten Menschen geführt wird. In loser Reihenfolge killt er eine unwillige Prostituierte, einen Familienvater, einen Polizisten und einen Redneck (mäßig begabt Robert Englund) nebst Gespielin, um dann von Alligatoren gefressen zu werden.

Die Geschichte ist sehr schwach. Hooper probiert, auch den Erfolg von TCM noch einmal aufzuwärmen, indem er dem Hotelbesitzer exitische Mordinstrumente in die Hand gibt - zuerst eine Mischung aus Forke und Hacke, dann eine Sense. Was einmal klappt, muss beim zweiten mal nicht zwingend funktionieren...
Wie bei TCM ist die Produktion billigst. Auch hier wurde die größte Mühe auf das Filmplakat verwendet. Klar, dass keine Piepen für Schauspieler ürbig waren. Das unterstreicht zwar den schäppigen Gesamteindruck des Films, unterbindet aber jegliches Interesse an dem Fortgang der Geschichte. Dann kommt noch ein kleines Kind hinzu, dass von Judd (so heißt der Spinner) erfolglos verfolgt wird, und schon ist der Brechreiz da (leider nicht der Geplante).

Man kann den Film kaufen, sehen und getrost wieder vergessen. Er gehört sicherlich in die eine und andere Filmsammlung, aber ich bin sicher, er wird aus den Sammlungen dieser Welt nicht mehr oft hervorgeholt werden. Enttäuschende 4 von 10 Punkten.

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