Tobe Hooper zählt wohl mit zu den bekanntesten Horrorfilm-Regisseuren, hat er nicht mit "Texas Chainsaw Massacre" einen Genreklassiker geschaffen. Doch jeder Regisseur macht auch mal absolute Müllfilme. Sein "Blutrausch" oder "Eaten Alive" ist sein Beitrag zur Kategorie jener Filme, die so mies sind, das man sich schämen muss, sie gesehen zu haben.
Im Prinzip geht es hier um den psychopatischen Judd (Neville Brand), der ein marodes Hotel in den Sümpfen führt und seine Gäste gerne mal ermordet. Zudem besitzt er noch einen Alligator, der dann die Leichen auffrisst und somit Spuren beseitigt. Doch nicht alle Gäste sind so leicht zu töten, wie er es gerne hätte....
Nun ja, die "Story" ist mehr ein Witz als alles Andere, aber wohl ernstgemeint. Drei Drehbuchautoren um so etwas zu verfassen, da fragt man sicht echt, was die Herren da die ganze Zeit gemacht haben. Wenn man dann bedenkt, das Hooper kein Regisseur für wirkliche Spannungsintensität ist, sondern nur nüchtern das Grauen zu zeigen versteht, kann man sich denken was hierbei rausgekommen ist. Ein langweiliger Film ohne Sinn, dafür aber mit zahlreicher Gewalt. Desweiteren ist dieser Film enorm frauenfeindlich, aber auch dies hat bestimmt einen Grund gehabt, ansonsten hätten die Herren Drehbuchautoren nicht so etwas geschrieben..
Die Leistungen der Schauspieler bleiben lieber unkommentiert, selbst tote Frösche dürften mehr Talent besitzen. Unter anderem wirkt hier auch Robert "Freddy" Englund mit, aber mehr als ein nerviges Rumgezappel zeigt er hier auch nicht. Das auch die Effekte mies geworden sind, braucht man ja eigentlich nicht erwähnen, denn wenn man schon alles versaut, dann wenigstens auch richtig.
"Eaten Alive" ist ein Paradebeispiel eines totalen Rotzfilms. Selbst Gras beim wachsen zuzusehen ist aufregender und interessanter als dieses Machwerk. Wenn Mr. Hooper hier zeigen wollte, was der ambitionierte Hobby-Horrorfilm-Regisseur an seinem Film alles verkehrt machen kann und somit tunlichst vermeiden sollte, dann ist dies hier der perfekte Lehrfilm.
1 von 10 Punkten.