Review

Ein verstörender Soundtrack und ein Vollmond am Himmel, von dem übergeblendet wird zu einer Gürtelschnalle, die geöffnet wird. Die ersten Worte: "Mein Name ist Buck und ich bin hier für nen Fuck" (Ob Tarantino den Film wohl auch gesehen hat? :-). Nach einem solchen Start kann doch nur ein genialer Streifen kommen, oder?

Die Dame, die von Buck, gespielt von Robert "Freddy" Englund, verwöhnt werden soll, kann sich nicht wirklich für sein Angebot begeistern. Ein Gespräch unter sechs Augen (Prostituierte, Buck, Bordellbesitzerin) später ist die Gute ihren neuen Job los und macht sich auf den Weg in ein Hotel.

Das Hotel steht in einem Sumpf der im Hinblick auf die Atmosphäre in der Nähe des Waldes in "Evil Dead" liegen müsste. Die in ihrem Job nicht alt gewordene Ex-Prostituierte quartiert sich also bei Judd, einem düsteren Kerl mit scheinbar notdürftig mit Klebeband reparierter Brille und Holzbein, ein und merkt bald, dass das keine sonderlich tolle Idee war, da sie wie später noch einige andere als Futter für Judds Nachbarn, ein Krokodil, das in einem Tümpel neben dem Hotel lebt endet. Judd führt dem Tierchen sein Futter übrigens vorzugsweise mit einer Sense zu.

Der Hotelier aus Florida (da müsste Judd wohl daheim sein) ist nicht weniger gestört im Kopf als die Familie aus Texas, die Hooper in einem gut bekannten früheren Film ihre Krankhaftigkeit ausleben ließ.
Es herrscht eine düstere und richtig schön dreckige Atmosphäre, der Plot ist nicht originell und die Tricktechnik nicht die beste, aber der Streifen ist ja auch nicht mehr der Frischeste, was jedem spätestens angesichts der Frisuren einiger Darsteller noch einmal richtig klar werden müsste.

Ich hatte irgendwie den Eindruck, als wolle sich Tobe Hooper mit "Eaten Alive" selbst kopieren und das ganze mit etwas mehr Blut und nackter Haut als in TCM garnieren. So toll wie der Film über die Schlachterfamilie ist das Machwerk mit dem holzbeinernen Senseschwinger und dem Krokodil dann trotz Blood`n Boobs dann aber doch nicht.

Fazit: Wer vom Blutgericht in Texas nicht viel hält sollte den Film lieber nicht anrühren, wer diesen Film jedoch aufgrund seiner fast unübertroffenen Gestörtheit mag kann sich den Blutrausch ohne zu zögern antun.

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