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EATEN ALIVE aka DEATH TRAP aka BLUTRAUSCH oder Damals, als Tobe noch unterhaltsam Schmuddeliges schmuddelte!

Nach dem Erfolg von TEXAS CHAINSAW MASSACRE legte Horrorfilmregisseur Tobe Hooper nach und stampfte einen weiteren Backwood-Schrecken aus dem sumpfigen Boden heraus.
BLUTRAUSCH – so der deutsche Verleihtitel – fristet seit 1977 ein unverdientes Schattendasein und ist niemals so populär geworden wie die „Texanische Kettensäge“.
Zu unrecht, denn gestaltete sich BLUTGERICHT IN TEXAS – so der bundesrepublikanische Prosa-Titel von TEXAS CHAINSAW MASSACRE – als exzellenter und fieser Terrorfilm (fast ohne Blut!), so kommt BLUTRAUSCH deftiger daher.
Mit Mel Ferrer und Stuart Whitman hatte Hooper sogar noch zwei Promi-Gesichter im Gepäck.
Für Robert Englund (später als Freddy Krueger weltweit gesehen) war dieser gemeine Psychofilm sicherlich wichtig, um seinen Bekanntheitsgrad im Filmbusiness zu pushen. Englund, dessen Film-Charakter man schon in der ersten Minuten hasst, spielte seine „Hinterwäldlerrolle“ sehr überzeugend und fies. Neville Brand als psychopathischer Motelbesitzer mit Hang zur scharfen Sense und zum hungrigen Alligator als Hauptrolle zu besetzen, war der große Bringer in der Produktion des Films.
Die Kamera hatte stimmige Bilder mit einer bedrückend schwülen Atmosphäre eingefangen.
Die Musik ist unheimlich und passt in ihrer strangen Art haarklein zu den beunruhigenden Sequenzen. Die Spannungsschraube wird ordentlich angezogen und bis zum Ende hin nicht gelockert.

Unterm Strich betrachtet, ist BLUTRAUSCH ein Vorzeigebeispiel für den 1970er-Jahre-Terrorfilm.
Danach muss man erst mal duschen, um den Schmutz loszuwerden.
Ich halte das Movie in vielerlei Hinsicht sogar interessanter arrangiert als das berühmt berüchtigte TEXAS CHAINSAW MASSACRE vom gleichen Regisseur.

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