Jack Sparrow zum Fünten – diesmal unter der Regie zweier Norweger. Weshalb Disney Joachim Rønning und Espen Sandberg mit der Inszenierung betraut hat, darüber kann man nur mutmassen. Vielleicht weil ihr Kon-Tiki-Film (2012) auch mit Wasser zu tun hatte. Egal: Die Effekte-Maschinerie, welche hier in Gang gebracht wird, walzt ihre Bemühungen schlichtweg platt. Im Gewitter der rasenden Film-Schnitte ist sowas wie eine Regieleistung zudem kaum mehr erkennbar. Auch die Schauspielerleistungen gehen im permanenten Krawall und Gedröhne unter. Eine Handlung existiert, aber auch das Drehbuch verliert sich auf seiner Jagd nach immer mehr und immer spektakuläreren Effekten, die im Grunde eine Jagd nach der Gunst des Publikums ist. Einmal mehr werden die Meere von einer Geister-Crew heimgesucht, einmal mehr sucht Jack Sparrow nach einem sagenhaften Schatz, einmal mehr steht ihm ein junges, gutaussehendes Paar zur Seite.
Mit diesem Film kommt die Serie an ihre Grenzen: Noch spektakulärer, noch schneller geht fast nicht mehr. Der Preis, der dafür bezahlt wird ist die Individualität: Der neue „Jack Sparrow“ ist so gesichts- und seelenlos, dass man sich nicht wundert, wenn das umgarnte Publikum der Serie diesmal die endültige Absage erteilen würde.