Review
von Blaine
Chip und Liza sind ein merkwürdiges Paar. Irgendwann kommt sie auf die Idee einem Kunden von ihr, den sie als Nutte bediente, 68.000 $ aus seinem Safe zu klauen. Als die Tat jedoch umgesetzt werden soll, kommt Liza auf die Idee den Hausherren einfach zu töten und auch sein Flittchen zu ermorden. Leider ist noch eine Frau im Haus, die kurzerhand mitgenommen wird und in den Kofferraum verfrachtet.
Auf der Flucht vor Strafverfolgung werden Chip und Liza auf zahlreiche Merkwürdigkeiten treffen und hoffen, dass sie ungeschoren davon kommen...
Wertung:
"68 Kill" ist ein Film nach einer Story von Bryan Smith, der bekannt ist für seine Slasher, die er nahezu perfekt in Szene setzt. hier liegt ein typischer Smith vor, von dem es leider bisher keine Buchvorlage gibt. 68 Kill ist dabei durchaus reduziert und abstrus mit einem Hauch von Natural Born Killers, Pulp Fiction oder U-Turn, wenngleich er die Qualität eben genannter Filme nicht erreichen kann. Er kann aufgrund seiner schrulligen Charaktere auf der einen Seite gut überzeugen. Gerade die Gothic-Braut aus der Tankstelle sowie auch deren Trailerpark-Show ist absolut bizarr umgesetzt worden. Auch Liza selbst als Partnerin von Chip ist mehr als merkwürdig dargestellt und erinnert an eine andere Hauptfigur von Bryan Smith (Stichwort: Roxie, siehe "Todesgeil").
Natürlich darf man hier keine tiefgründige Story erwarten. Der Soundtrack ist fast immer nahezu passend, so dass es sich bestimmt lohnt diesen gesondert zuzulegen.
"68 Kill" ist also kein sehr hochklassiges Werk und kommt auch nicht an Werke eines Tarantinos heran, aber insgesamt, auch bei einer wahrscheinlich lesenswerten Buchvorlage, gibt es von mir doch solide 07/10 Punkte.