Weil ihre Eltern ein Sabbatjahr im Ausland einlegen wollen, zieht die Highschool-Schülerin Sabrina kurz vor ihrem 16. Geburtstag zu ihren exzentrischen Tanten Hilda und Zelda ins hübsche Städtchen Riverdale. Die Überraschung ist groß, als Sabrina just an ihrem Geburtstag erfährt, dass sie wie ihr Vater und ihre Tanten eine Hexe ist und über magische Fähigkeiten verfügt. Sabrina kann die Nachricht zunächst nur schwer verdauen, doch schließlich gewöhnt sie sich an den Gedanken und kann dem Hexen-Dasein sogar einige positive Seiten abgewinnen. Allerdings muss die verliebte Teenager-Hexe bald feststellen, dass sich auch mit Magie nicht alles regeln lässt.
Ist das jetzt wirklich ein Pilotfilm zur Serie? Gemeinsamkeiten gibt es nämlich nicht allzu viele, außer das Sabrina von Melissa Joan Hart gespielt wird, sie am 16. Geburtstag von ihrem Hexendasein erfährt, bei den Tanten Hilda und Zelda lebt, Harvey als Nerd-Verehrer um sie rumschleicht und auch der sprechende Kater Salem ist mit von Partie. Auffällig ist aber eine komplett andere Besetzung sämtlicher anderer Rollen, Caroline Rhea, Beth Broderick oder Martin Mull sucht man vergebens, der Kater hat eine andere Stimme (auch im Original) und eine weit weniger bissig-humoristische Art, Sabrina heißt hier Sawyer statt Spellman und der Film spielt auch in einem ganz anderen Ort. Irgendwie seltsam das alles.
Auch die Story paßt nicht so ganz zum späteren Kontext der Episoden. So rennt hier die Azubi-Hexe dem Sportstar der Schule hinterher und läuft so ins offene Messer von dessen eifersüchtiger Ex-Freundin Katie. Dazu muß noch der verantwortungsvolle Umgang mit den neuen Zauberkräften gelernt werden (Liebeszauber ist nicht) und am Ende ist doch wieder Harvey der neue Gspusi. So richtig magisch ist das alles aber nicht, sondern hat mehr etwas von Girlie Drama mit kleineren Humoreinlagen und seichter Geschichte.
Der Film richtet sich aber deutlich an das junge Publikum, da wirkte sogar die spätere Serie etwas erwachsener. Hier und da darf mal magisch Schulnoten verändert, Pickel angezaubert, Turnschuhe beschleunigt oder Klamotten gewechselt werden, dann gibt es die übliche Light-Version vom Zickenkrieg und all den Krams, der eben 16jährige so beschäftigt. Da tritt die Hexerei sogar meist in den Hintergrund. Bei all der Teenie Handlung wundert es mich beinahe, das man tatsächlich im Anschluß noch eine recht akzeptable Serie folgen ließ, vielleicht haben aber die Macher auch genau deswegen nach dem Film so ziemlich alles auf links gedreht. Als Film selber ist der Pilot doch eher belanglos.
4/10