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In den frühen 70ern liegt Tennis-Ass Billie Jean King (Emma Stone) mit dem Verband im Clinch, weil die Spielerinnen ungerecht behandelt werden & mit mickrigen Preisgeldern abgespeist werden. Daraufhin gründet sie eine eigene Vereinigung, die WTA. Kurz darauf fordert sie der abgehalfterte & glücksspielsüchtige Ex-Tennisprofi Bobby Riggs (Steve Carell) zu einem Schaukampf heraus, den sie schließlich annimmt, nachdem die #1 des Damentennis, Margaret Court, gegen ihn untergegangen ist.

Ein ganz großartiger Film. Nicht bloß wegen der (wahren) Geschichte oder der sehr mitreißenden Erzählweise, so dick hier auch aufgetragen wird, sondern wegen der Figuren, des Zeitgeists, der Stimmung, des Gefühls für die Sportlerinnen, der teilweise brillanten Inszenierung (die Clubszene!!!) & der glänzend aufgelegten Schauspieler. Emma Stone ist ebenso eine Wucht wie Steve Carell, der eine Kotzbrockenshow der Extraklasse abzieht.

Trotzdem hatte ich Mitleid mit ihm, im Gegensatz zu der von Bill Pullman gespielten Figur, die einfach nur ein arrogantes, berechnendes & respektloses Arschloch ist. Die lesbische Beziehung finde ich auch sehr süß & glaubhaft geschildert. Auch wenn mir einige Male fast die Galle hochgekommen wäre, letztendlich ist dieser Mix aus Biografie, Sportfilm, Dramatisierung von wahren Begebenheiten & Komödie ein hinreißendes Feel-Good-Movie. Schade, dass der Film im Kino so untergegangen ist.

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