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Seh ich immer wieder gern: der Klassiker aus der goldenen Ära des Katastrophenfilms (also den 70ern)! Und er hat so ziemlich alles, was der klassische Katastrophenfilm braucht. Der Fokus liegt natürlich auf den Effekten (manche davon wirken aus heutiger Sicht freilich etwas veraltet) und spektakulären Rettungsaktionen, so manche Übertreibung lässt sich da für die Dramaturgie durchaus verzeihen.

Der prominente Cast macht seine Sache durchweg gut, allen voran Steve McQueen als routinierter und emotionsloser Feuerwehrchef. Erfreulich ist, dass gänzlich auf irgendwelche Vorgeschichten bzw. persönliche Schicksale der Figuren verzichtet wurde - die Einleitung ist somit angenehm kurz und die Charaktere können sich ausschließlich auf die Katastrophe konzentrieren. Inmitten dieser lassen sich leider manche Stereotypen nicht vermeiden (der Architekt wird zum Helden (hält sich aber im Vergleich zu anderen Filmen noch angenehm zurück), der böse Schuldige an dem Desaster (in diesem Fall Richard Chamberlain), die überflüssigen Film-Kinder...), dennoch bewegt sich das alles noch im Rahmen. Auch bei den Dialogen wird die Grenze zum Kitsch nur ganz selten überschritten. Und ab und zu wird auch mal ein gängiges Klischee vermieden (so liefert beispielsweise nicht der Feuerwehrchef die finale Idee zur Löschung des Brandes, oder zeigt auch Doug Roberts anfangs noch deutliche Defizite beim Meistern der Situation).

Fazit: trotz kleiner Schwächen sicherlich einer der besten Katastrophenfilme - wahrscheinlich sogar der Beste!

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