Gunther ist eine Legende. Der erfolgreichste Auftragskiller und somit auch begehrtes Ziel von Emporkömmlingen. Blake will ihn vom Thron stoßen und um all das zu dokumentieren, heuert er eine kleine Filmcrew an.
Ein Kamerateam, das einen Killer dokumentarisch begleitet? Da kommen Erinnerungen an „Mann beißt Hund“ (1992) auf, wobei das von Taran Killam auch geschriebene Regiedebüt in einer ganz anderen Liga spielt. Seine Actionkomödie wirkt da eher wie eine auf Spielfilmlänge gedehnte Idee, die zwar an sich gelungen ist, es aber auf die Länge nicht bringt.
Dabei hat er durchaus ein paar nette Einfälle. Ein Team mehr oder minder begabter Auftragskiller will den Branchenprimus um die Ecke bringen und lässt sich dabei filmen. Ernst nehmen kann man dabei niemanden, die Truppe ist eher skurril denn fähig. Es finden sich immer wieder gelungene Szenen mit Rohrkrepierern im Wechsel, gerade der Einsatz der Kameras im Showdown war recht gefällig.
Das Ensemble ist spielfreudig und passt auch zum Dokustil, so ganz zündet das Konzept dann aber nicht. Denn die Figuren selbst sind gerade im Hinblick auf die komödiantische Seite nicht vielseitig genug einsetzbar. Das nutzt sich im weiteren Verlauf recht schnell ab.
Immerhin betritt irgendwann auch Schwarzenegger selbst die Bühne und kegelt alleine durch seine Präsenz den Rest schon in die zweite Reihe. Wobei es hier, selbst in dem Szenario, mit mancher Glaubwürdigkeit doch arg überzogen wird. Hinzu kommen die wenig überzeugenden Effekte.
Die Grundidee ist spaßig, doch schafft „Killing Gunther“ es nicht, diese auf die Filmlänge hin auch so umzusetzen. Insgesamt zieht sich die Chose dann doch und Schwarzeneggers Auftritt reißt es auch nicht mehr raus. Nette Idee, mediokre Umsetzung. Wirklich böse sein kann man dem aber nicht sein. Allein schon wenn Schwarzenegger im Abspann noch einen Countrysong zum Besten gibt, war das Einschalten nicht ganz umsonst.