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Hilfe, ich habe meine Familie geklont!


„Replicas“ handelt von einem Wissenschaftler, der in einer mysteriösen Firma daran forscht, das menschliche Bewusstsein in Roboterkörper zu transferieren. Als eines Tages seine Familie bei einem Autounfall stirbt, setzt er seine bisher eher suboptimal laufende Technik ohne zu zögern sehr privat ein... Was sich anhört wie eine womöglich spannende Mischung aus einer „Black Mirror“-Folge und „Self/Less“ ist in Wahrheit eine ganz kümmerliche, belanglose Nummer, die man schneller vergisst als man Arnies „The 6th Day“ nochmal aus der Sammlung kramen kann. Höhepunkte sind hier rarer als gute Witze bei Mario Barth. 

Im Kino gnadenlos gefloppt, wird „Replicas“ seinem im besten Fall lauwarmen Ruf leider von Anfang an gerecht. Die wenigen Effekte befinden sich auf unterstem Hollywoodniveau und scheinen manchmal richtig unfertig, Keanu Reeves war lange nicht mehr derart schlecht und die Geschichte ist bar jeglicher Spannung oder Ideen, zudem noch extrem ausrechenbar. Wer den im Kino gesehen hat, wird sich in den Hintern gebissen haben. Der braucht weder eine große Leinwand noch sollte man dafür etwas zahlen. Höchstens gratis streamen. Einmal gucken und vergessen. Schon währenddessen. Er wirkt wie ein Relikt aus den frühen 90ern und in kaum einer Region aktuell konkurrenzfähig. Und das Ding hat einen Abspann von 10 Minuten? Joa, das ist interessanter als die komplette restliche Shitshow. „Replicas“ ist ein Achselzuckfilm und nur Oberfläche. Seelenlos wie Klone und fleischlos wie Maschinen. Ab in die Kategorie: „Filme, die die Welt nicht braucht“. Einzig der Score spielt eine halbe Liga höher und total unsympathisch kann man Reeves selbst im Daneben-Modus nicht finden. B-Movie-Egalität. Das Gegenteil von „Upgrade“. 

Fazit: einer der Kinoflops des Jahres. Nicht nur monetär. Reeves spielt hölzern und mies, die Story bietet wenig Neues oder Höhepunkte, alles bleibt vorhersehbar und maximal auf DTV-Niveau. „Replicas“ sollte keiner nachmachen. 

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