Großvater Jason Crockett (Ray Milland) will seinen Geburtstag auf seinem abgelegenen Anwesen in den Sümpfen feiern. Dazu hat er seine ganze Familie eingeladen. Zu ihnen stößt bald der Reporter Picket Smith (Sam Elliot), dessen Kanu von Clint Crockett (Adam Roarke) zum Kentern gebracht wurde. Picket war dabei einige Fotos über die Auswirkungen von Chemikalien auf die Tierwelt zu machen. Und er muss feststellen, dass es hier nur so von Fröschen wimmelt, welche zudem noch ungewöhnlich groß sind. Kurz darauf findet Picket in den Sümpfen eine Leiche und auch die Großfamilie Crockett wird immer mehr dezimiert. Picket kommt immer mehr der Gedanke, dass es nun Zeit wäre für die Tierwelt, sich am Menschen grausam zu rächen.
Sam Elliot (Final Cut, Avenger) ist hier in einer seiner ersten Hauptrollen, als Reporter Picket Smith, zu sehen. Schon Mitte der 50er Jahren mauserte sich Elliot durch massig Serienauftritte zum Hauptakteur und liefert auch in "Frogs" eine dementsprechend ordentliche Leistung ab. Dagegen stinkt auch ein Ray Milland (Starflight One) ab, der hier als stinkstiefeliger Jason Crockett zu sehen ist. Anfang der 70er Jahre war das perfekte Schauspiel noch lange nicht so wichtig, wie heute. Es wirkt Niemand überzogen oder unglaubwürdig, jedoch kann sich auch Keiner durch sein Schauspiel besonders hervorheben, welches von mir das Gesamtprädikat durchschnittlich erhält.
Den Originaltitel "Frogs" finde ich ein wenig irritierend. Der Zuschauer könnte vermuten, oder besser gesagt vermutet, dass sich hier nur die Frösche am Menschen rächen wollen, doch es ist die gesamte Tierwelt aus den Sümpfen. Die drastische Vergrößerung der Frösche basiert natürlich aus den Chemikalien, mit welchen wir Menschen die Umwelt verpesten, eine bessere Erklärung hat auch dieser Ökohhorror nicht parat.
Die Idee und folglich auch das Drehbuch stammen von Robert Hutchison, der den Meisten, inklusive mir, absolut kein Begriff sein dürfte. Kein Wunder, denn er brachte es nur auf zwei Drehbücher. Anfang der 70er Jahre war diese Idee mit Sicherheit noch originell, doch spätestens nach den 80er Jahren, war das Thema zu geschröpft. Kennt man Einen, kennt man Alle, leider kann auch "Frogs" keinerlei Neuerungen bieten.
Man muss sich eine Weile gedulden, bis die Tierwelt endlich zuschlägt, doch dann geht das Ganze im Schnelldurchlauf. Die Großfamilie Crockett verkleinert sich rasend. Jeder fällt einem anderen Tier zum Opfer. Schlangen, Spinnen, Krokodile, Vögel sowie einige Echsen sorgen für verschiedene Todesarten. Nie sonderlich spektakulär und blutig, jedoch recht abwechslungsreich und sogar gruselig in Szene gesetzt. Die betitelten Frösche dürfen erst im Finale zuschlagen. Was ich dem Film hoch anrechne, ist dass fast alle Szenen auf echten Tieraufnahmen basieren. Außer den Riesenfröschen kommen keine Gummiattrappen zum Einsatz. Regisseur George McCowan (Drei Engel für Charlie, Starsky und Hutch) hat hier einen guten Blick, für Schöne, sowie gleichzeitig eklige Bilder. Hätte seine Inszenierung doch nur mehr Tempo und spannende Momente. Einiges her macht auch die Sumpfkulisse. Das große Anwesen von Jason Crockett liegt sehr abseits, zwischen ihm und dem Festland liegt ein großer See. Die dschungeligen Sümpfe wertet McCowan mit massig Nebelmaschinen und gruselig wirkenden Tierbildern auf, der schräge Score ist meisterlich gelungen.
"Frogs" ist schon ein wenig veraltet und einfach zu zahm. Auch braucht der Film sehr viel Zeit, um in die Gänge zu kommen und bietet insgesamt zu wenig spannende Momente. Gut geworden sind die Tieraufnahmen, die morastige Kulisse und der Score. leider wartet man vergeblich auf echte Höhepunkte, jedoch kann man diesem nostalgischen Ökohorror ruhig mal einen Blick schenken.