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Der alte, unleidliche Patriarch Jason Crockett hat seine Familie eingeladen, um auf seinem Anwesen in den Sümpfen Floridas seinen Geburtstag zu feiern. Dank des senilen Stinkstiefels ist die kollektive Laune von vornherein nicht die beste. Besondere Probleme bereitet den Feiernden jedoch die Tierwelt, die gegen den Menschen mobil macht.

Bereits die Bildsprache des Vorspanns legt nahe, dass die Tiere genug haben von der Verschmutzung ihres Lebensraumes. Es sind aber nicht die titelgebenden Frösche, die den Geburtstagsgästen an die Wäsche gehen. Sie tun das, was Frösche eben tun. Sie sitzen, sie quaken, sie springen durch die Gegend. Hätte der Film Untertitel, die ihre Froschsprache übersetzten, würde das möglicherweise zur Erhellung der Zusammenhänge beitragen. Denn dem Anschein nach sind sie die Drahtzieher, die die Aktionen ihrer tierischen Kollegen gegen die menschlichen Besatzer koordinieren. Die mörderische Drecksarbeit wird von Spinnen, Vögeln, Echsen und Schlangen erledigt, die bei ihren Taten planvolles Verhalten an den Tag legen.
Unspektakuläre Kills sind der Grund, warum 'Frogs' im deutschen Free-TV ohne Schnitte gezeigt wurde. In den Dialogen stark gekürzt war die deutsche VHS-Fassung. Auf die unterschiedlichen Fassungen und Synchronisationen geht Schnittberichte.com ausführlich ein. 'Frogs' wurde am 4. Oktober 2013 in der Reihe SchleFaZ gezeigt. Angesichts der grottigen Granaten, über die sich Oliver Kalkofe und Peter Rütten üblicherweise lustig machen, fällt er schon etwas aus der Reihe. Der Film mag kein Highlight in der Welt des Tierhorrors sein, doch von einem unfreiwillig komischen Totalausfall ist er weit entfernt.

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