iHaveCNit: The Little Hours (2017)
Heimkino (Streaming-Veröffentlichung: 16.10.2020)
04.01.2021
Ein weiterer Film der lange auf meiner Watchlist stand war „The Little Hours“, der irgendwann im Jahr 2017 oder 2018 bei einem Fantasy Filmfest im Programm lief und den ich danach im regulären Kinoprogramm sehen wollte. Nur veröffentlicht wurde Jeff Baenas Kömodie im regulären Kinoprogramm nie. So habe ich Jahre verstreichen lassen, ihn gestern gesehen und hatte definitiv meinen Spaß.
In einem Nonnenkloster in der Toskana verbringen die 3 Nonnen Alessandra, Fernanda und Genevra ihre Tage neben Beten, Beichten, Hauswirtschaft und Gärtnerei auch mit dem Bepöbeln des Hausmeisters, dem es irgendwann reicht und er das Kloster verlässt. Der Pater Tomasso jedoch trifft bei einer kleinen Handelsreise auf den flüchtigen Massetto, dem er unter dem Vorwand taubstumm zu sein eine Stellung als neuen Hausmeister an. Der junge und gutaussehende Massetto wirbelt damit die Gefühlswelt der 3 Nonnen und auch den Alltag im Kloster durcheinander.
Keine Ahnung, ob es diese Begrifflichkeit gibt, aber wenn auf einen Film die Bezeichnung „christlich und kirchlich inkorrekt“ zutrifft, dann auf jeden Fall „The Little Hours“. Die ausufernden, sehr unchristlichen Vorkommnisse und Eskapaden in diesem Film, die auf jeden Fall sowohl das Bild des üblichen Zölibats als auch das der frommen Dienern und Dienerinnen Gottes erschüttern wird. Aber das gesamte Ensemble mit Alison Brie, Aubrey Plaza, Kate Micucci, John C. Reilly, Dave Franco und einigen mehr scheint an der ganzen Sache einen regelrechten Spaß gehabt zu haben. Dieser Spaß hat sich auch auf mich übertragen. Auch wenn ich mich teilweise gefragt habe, was hier überhaupt abgeht, so muss ich sagen, dass der Film dann doch seine Eskapaden noch auf einem sehr humanen und eher unbissigen Level hält und der Film dann doch relativ versöhnlich endet. Mit weniger als 90 Minuten Laufzeit ist er auch sehr kompakt und kurzweilig.
„The Little Hours“ - My First Look – 7/10 Punkte.