8
Tja Europa ist eben doch nicht nur die Krabbelkiste wenn es um Filme geht, denn Spanien ist und bleibt ein Zentrum für spannende Unterhaltung und guten Horror! Mit diesem Film, der mal die europäische Seite der Verbindungsslashers zeigt, ist es dem Regisseur gut gelungen eine Atmosphäre zu schaffen, die düster, makaber und zugleich mystisch ist. Spanien bietet dazu geniale Möglichkeiten und Kulissen um diesen Film vollends zu einem grandiosen Werk zu vollenden.
6
Black Serenade ist ein durchaus sehenswerter Slasher, der durch eine solide Inszenierung, einige spannende Passage und frische, unverbrauchte Darsteller unterhält. Leider flascht der Film nach furiosem Beginn zunehmend ab und auch die Spannung macht sich rarer. Langweilig wirds zwar nicht, doch hätte hier etwas mehr Feingefühl für den Spannungsbogen Wunder bewirkt. Auch die recht billigen CGI-Effekte im Finale fallen negativ auf, ebenso die Tatsache, daß am Ende anscheinend der Drehbuchautor keine Lust mehr hatte und ein 08/15-Ende aus dem Ärmel geschüttelt hat. Schade um das verschenkte Potential! So kann Black Serenade nicht wirklich aus der Masse solider Slasher der letzten Jahre hrausragen - auch nicht in Sachen Gore.
7
Der spanische Teenie-Slasher BLACK SERENADE simuliert über lange Zeit die Konventionen seines Subgenres. Der Killer geht in jedem Semester unter den durchfallenden Studenten einer anderen spanischen Universität um. Über das Internet nimmt er Kontakt zu auserwählten Opfern auf und hält sie mittels Videodateien auf dem Laufenden über seine aktuellen Schritte. Nicht nur in der Verknüpfung von Computertechnik und mittelalterlichen Traditionen sind Pedro I. Barbero und Vicente J. Martin am Puls der Zeit. Ihre Umkehrung von Rollenklischees und das furiose, unerwartete Ende erobern BLACK SERENADE eine eigene Nische zwischen regelgetreuer Konformität und hektischer, offensichtlicher Parodie amerikanischer Prägung. Kleinere Ungereimtheiten fallen da nicht weiter ins Gewicht.